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Unsichtbare Lautsprecher im Detail: Technik, Planung, Einbau und Oberflächen

Von der Membran bis zum Anstrich: was hinter der Wand steckt und welche Entscheidungen fallen müssen, solange sie noch offen ist.

Was unsichtbare Lautsprecher sind

Hinter Putz, Malervlies, Farbe oder Tapete verschwinden diese Lautsprecher restlos in Wand und Decke. Ist die Installation abgeschlossen, bleibt keine Technik zurück, sondern eine glatte Fläche, die das architektonische Bild unangetastet lässt. Klang und Raumgestaltung fallen damit zusammen: Die Lautsprecher spielen kräftig auf, treten dabei aber nie in Erscheinung, und sie ordnen sich der Innenarchitektur ohne Wenn und Aber unter. Ästhetik und Akustik stehen so im Gleichgewicht.

Subwoofer, die ebenfalls verschwinden

Auch im Grundton lässt sich diese Bauweise durchhalten: Vollständig unsichtbare Subwoofer ergänzen das Klangbild um ein kraftvolles, musikalisches Fundament, bei Musik ebenso wie im Wohnraumkino. Mit Membranflächen von bis zu 15 Zoll stützen die Modelle den Tiefbass auch dort eindrucksvoll, wo der Wohnbereich weitläufig ist oder ein Multiroom Audio System große Räume versorgt. Damit lässt sich praktisch jede Anforderung an eine vollständig unsichtbare Installation erfüllen – im Wohnraumkino wie im ganzen Wohnbereich. Innenarchitekten überzeugt das ebenso wie Designliebhaber und Musikenthusiasten.

Wo sie zum Einsatz kommen

Anspruchsvolle Audioprojekte mit unsichtbaren Lautsprechern setzen die Fachhändler von mediacraft seit vielen Jahren um. Die Spannweite reicht vom Multiroom Audio System im privaten Zuhause über das moderne Wohnraumkino bis zur stimmungsvollen Hintergrundmusik in Boutiquen, Restaurants und Museen. Unsichtbare Lautsprecher und Subwoofer sind dabei oft die erste Wahl, und der Grund liegt auf der Hand: Sie bringen hohe Klangqualität und kompromisslose Ästhetik zusammen. So lassen sich Beschallungskonzepte maßschneidern, gewerblich wie privat.

Im Premiumsegment sind diese Systeme längst angekommen. Weltweit spielen Produkte von Sonance in exklusiven Umgebungen, unter anderem in den Boutiquen der Häuser Louis Vuitton und Prada, Gucci und Miu Miu, Fendi und Dior. Dass erstklassiger Klang und bestmögliche Designintegration zusammengehen, lässt sich kaum deutlicher belegen.

Vom kleinen Raum bis zur Gewerbefläche

Jede Raumgröße bringt ihre eigenen Anforderungen an Akustik und Lautsprecherkonzept mit. Sonance und Stealth Acoustics halten deshalb eine Auswahl bereit, die jede Projektanforderung abdeckt – vom kleinen Raum über den großzügigen Wohnbereich bis zur gewerblich genutzten Fläche.

Wo Grundrisse unregelmäßig verlaufen, ein Wohnraumkino komplexer ausfällt oder eine Multiroom Audio Anwendung entsteht, entscheidet die Planung. Das Konzept entwickeln wir gemeinsam mit dem installierenden mediacraft Fachhändler, damit sich das Klangerlebnis am Ende genau in die Architektur fügt.

Rund 170 Grad Abstrahlwinkel

Die unsichtbaren Lautsprecher von Sonance und Stealth Acoustics strahlen über rund 170 Grad ab und erzeugen damit ein gleichmäßiges Klangbild. Wer nicht auf dem idealen Platz sitzt, hört trotzdem klar, präsent und natürlich.

Ob im Wohnraum oder im Ladengeschäft – bei den Zuhörern kommt die Musik so an, wie sie soll.

Diese Abstrahlcharakteristik hat einen praktischen Nebeneffekt: Sie gibt der Planung und Integration von Einbaulautsprechern eine Freiheit, die es vorher nicht gab. Architekten und Innenarchitekten sind bei der Gestaltung kaum noch eingeschränkt, und im Raum steht ein Klang, der ihn gleichmäßig ausfüllt.

Wand oder Decke als Einbauort

Beides ist möglich: Unsichtbare Lautsprecher werden in Wände ebenso eingebaut wie in Decken. Was sich anbietet, hängt von der Raumsituation und vom gewünschten Klangerlebnis ab.

Soll ein Raum gleichmäßig beschallt werden, spricht vieles für die Decke. Am häufigsten ist das bei Multiroom Audio der Fall: Ton bekommen dann Küche und Essbereich ebenso wie weitere Räume, und er begleitet den Alltag. Hinzu kommt der gestalterische Spielraum, den die Decke lässt, denn die Wände bleiben frei für Möbel, Kunst und Dekoration. Wer den Raum später anders nutzt, muss an der Beschallung ebenfalls nichts ändern.

Für detailgetreuen Stereoklang und für ein intensives Wohnraumkino ist dagegen die Wand der richtige Ort. Dort zeigen unsichtbare Lautsprecher, was sie klanglich können, und bleiben dabei vollkommen unsichtbar.

Die Membran und ihr Material

Sonance und Stealth Acoustics bauen seit Langem Lautsprecher, und die Sorgfalt bei der Materialwahl gilt auch für die unsichtbaren Modelle: Ausgesuchte Membranmaterialien sichern die Wiedergabequalität im Raum.

Eine verstärkte Karbonfaser-Membran arbeitet in der Sonance IS-Serie. Ihr Maß hält sie auch bei Temperaturwechseln, und im Schwingungs- wie im Akustikverhalten bleibt sie berechenbar. Zu hören ist ein klarer, dynamischer Klang ohne Verfärbung, der sich jeder Raumarchitektur unterordnet.

Augesuchte Membranmaterialien

Zwei und drei Wege statt einem

Weil die unsichtbaren Lautsprecher in 2-Wege- und 3-Wege-Technik aufgebaut sind, gelingt die Wiedergabe in Mitten und Höhen besonders klar und detailreich. Stimmen, Instrumente und feine Klangstrukturen kommen natürlich und präzise herüber.

HiFi-gerecht ist dabei auch der Frequenzumfang: Er deckt das Hörbare von ganz oben bis ganz unten ab. Daraus entsteht ein vollständiges, ausgewogenes Klangbild, das leise Passagen ebenso trägt wie dynamische Momente.

Diese ausgereifte Technik ist der Grund, warum die Lautsprecher trotz verdeckter Bauweise echten High-End-Klang liefern – voll, energisch und im ganzen Raum präsent.

Mehr-Wege-Technik - unsichtbare Lautsprecher

Der Antrieb im Tiefton

Präzision und Kraft im Tiefton kommen von Magnet und Schwingspule. Die dafür aufwändig konstruierte Technik spart nicht an der Magnetgröße, und das hört man: Die Basswiedergabe ist druckvoll und zugleich genau und reicht bis in die tiefsten Frequenzen hinunter.

Dafür sorgen flache Basslautsprecher, die Sonance und Stealth Acoustics eigens für unsichtbare Modelle entwickelt haben. Große Membranfläche und stabiler Korbaufbau geben ihnen die Leistungsfähigkeit eines klassischen HiFi-Tieftöners – und dazu kommen die Vorteile der unsichtbaren Integration in Wand oder Decke.

Magnet- und Schwingspule - unsichtbare Lautsprecher

Die Weiche und ihre Bauteile

In der Frequenzweiche stecken audiophile Bauteile, und ihr Aufbau folgt professionellen Standards. Dass dabei Industriestandard gilt, versteht sich – bis hinunter zum kleinsten Bauteil. Diese Sorgfalt trennt die Signalwege sauber und trägt maßgeblich zu Klangreinheit und Dynamik bei.

Frequenzweiche - unsichtbare Lautsprecher

Schutz vor Überlast, je Schwingspule

Serienmäßig tragen alle Modelle von Sonance und Stealth Acoustics einen Überlastschutz, und zwar nicht einen für das ganze Gerät, sondern einen für jede Schwingspule.

Jeder Signalweg hat also seinen eigenen Schutzmechanismus; ein 2-Wege-System kommt damit auf zwei Sicherungen. Kommt es zur Überlastung, schaltet das System von selbst ab und setzt sich zurück, sobald die Belastung nachlässt. Die Komponenten bleiben so zuverlässig geschützt, ohne dass jemand eingreifen oder einen Servicefall auslösen müsste.

Überlastschutz - unsichtbare Lautsprecher

Wann ein DSP-Verstärker sinnvoll ist

Ein DSP-Verstärker lässt sich auf die Anwendung, den Raum und das jeweilige Lautsprechermodell einstellen. Schon wenige Handgriffe des installierenden Fachhändlers heben den Klang im Raum deutlich an.

Auch eine genaue Feinabstimmung auf die Raumakustik ist machbar, kostet allerdings mehr Zeit und setzt Erfahrung voraus.

Sonance hat dafür eigene DSP-Verstärkermodelle im Programm, abgestimmt auf die jeweiligen Lautsprecherserien. Stealth Acoustics empfiehlt Verstärker von AudioControl, weil beides gut zusammenspielt.

Zwingend ist ein DSP-Verstärker hier allerdings nicht – anders als bei reinen Exciter-Lösungen. An einem guten Standard-Verstärker liefern die Modelle von Sonance und Stealth Acoustics bereits ein beeindruckendes Ergebnis.

Empfehlen möchten wir ihn trotzdem: Er verfeinert das klangliche Ergebnis weiter, gerade mit Blick auf die Raumakustik, und holt aus den Lautsprechern heraus, was in ihnen steckt.

Ausschnitt Oberfläche Sonance DSP Verstärker

Warum der Tiefton nicht beschnitten wird

Bei manchen unsichtbaren Lautsprechern lässt die Konstruktion keine andere Wahl: Der Frequenzumfang muss in den untersten zwei Oktaven stark eingeschränkt werden, gefühlt um 75 %. Ein 18 dB-Filter bei 120 Hz nimmt Cello, Posaune und Bariton-Stimme die Fülle. Selbst ein Konzertflügel verliert dabei Tiefe und Natürlichkeit.

Sonance und Stealth Acoustics schlagen einen anderen Weg ein. In ihren Modellen steckt eine besondere Tiefton-Technik; sie lässt dem Konzertflügel seine ganze Größe und Dynamik – genau, kräftig und authentisch.

Hören lässt sich das in jeder Musikrichtung: bei Supertramp, bei AC/DC oder bei Bohemian Rhapsody bleibt der Klang vollständig, lebendig und emotional spürbar.

Musikwiedergabe

Musik in jedem Raum

Ganz oben auf dem Wunschzettel von Bauherren steht, die eigene Musik in allen Räumen zu hören. Wege dorthin gibt es mehrere. Wer Architektur und Raumgestaltung möglichst wenig antasten will, greift zu Einbaulautsprechern mit dezentem Gitter. Der anspruchsvollsten Innenarchitektur wird allerdings nur eine Bauart gerecht, und das sind vollständig unsichtbare Lautsprecher.

Optisch treten die unsichtbaren Modelle von Sonance und die von Stealth Acoustics gar nicht erst in Erscheinung; die Musik scheint aus dem Nichts zu kommen. Leise Hintergrundbeschallung im Bad, Partystimmung in Küche und Wohnzimmer – wer hochwertigen Klang ohne sichtbare Lautsprecher möchte, stößt auf kein Hindernis mehr.

Unter den unsichtbaren Fullrange-Lautsprechern findet sich für jeden Raum einer Multiroom Audio Anwendung das passende Modell. Die Lieblingsmusik klingt hochwertig, und optisch bleibt alles, wie es ist.

Multiroom Audio - unsichtbare Lautsprecher

Kinoton im Wohnzimmer

Beim Wort „Kino“ denken viele an einen abgedunkelten Raum und große, klobige Lautsprecher – ganz falsch ist das nicht, trifft aber nur einen Teil. Im Wohnraum wollen wir das volle Klangerlebnis und zugleich möglichst unauffällige Lautsprecher, damit die gemütliche Atmosphäre nicht leidet. Mit unsichtbaren Lautsprechern von Sonance oder Stealth Acoustics geht beides zusammen. Sie sind vollständig in den Lebensraum integriert und bringen mühelos die Leistung, die ein spannendes Kinoerlebnis braucht. Die Modellauswahl reicht bis zum unsichtbaren 15 Zoll Subwoofer, sodass sich für das kleine wie für das große unsichtbare Wohnraumkino die passende Lösung findet.

Sonance unsichtbare Lautsprecher - Wohnraumkino

Im gewerblichen Umfeld

Sichtbare Technik oder gar die Logos fremder Hersteller haben im gewerblichen Umfeld nichts verloren. Stimmungsvolle Musik und die klare Wiedergabe von Botschaften sind trotzdem gefragt. Unsichtbare Lautsprecher lösen diesen Widerspruch auf. Ihre Leistung reicht für Luxus-Einzelhandelsboutiquen, Hotels und weitere Räume im Unternehmensumfeld allemal. Abgerundet wird das Sortiment durch eigene Modelle, die 70 Volt / 100 Volt Technik mit einem geschlossenen Gehäuse verbinden.

Sonance unsichtbare Lautsprecher - kommerzielle Anwendung

Die Position ist nach dem Anstrich endgültig

Einen Standlautsprecher schiebt man so lange durch den Raum, bis er richtig steht. Hier fällt diese Möglichkeit weg. Zuerst geht das Paneel in die noch offene Wand oder Decke, dann folgen Kabel, Putz und Farbe – und mit dem Anstrich sitzt es dort, wo es sitzt. Eine Korrektur hieße: öffnen, neu aufbauen, die ganze Fläche neu streichen.

Drei Fragen gehören deshalb geklärt, solange die Wand noch offen ist. An welcher Stelle im Raum soll der Ton entstehen? Wo werden sich Menschen aufhalten? Und was wird später an dieser Wand hängen oder stehen – ein Regal, ein Bild, ein Möbelstück? Installationen, Stürze und Riegel dürfen an der gewählten Stelle nicht im Weg sein.

Die Leitung wird mit der Elektrik geplant

Geplant und verlegt wird die Lautsprecherleitung gemeinsam mit Steckdosen und Beleuchtung, nicht im Nachhinein. Wo Einbetoniergehäuse zum Einsatz kommen, führt man sie schon im Rohbau als Leerrohr an das Gehäuse heran. Danach ruht die Sache monatelang: Der Bau läuft weiter, das Gehäuse bleibt verschlossen, niemand muss sich darum kümmern.

Außerhalb der Wand braucht die Elektronik ihren Platz. Weil die Paneele passiv arbeiten, gibt es an ihnen nichts einzustellen, und nach dem Verputzen käme ohnehin niemand mehr heran. Ihren Platz finden Verstärker und Zuspieler daher im Technikschrank oder nebenan; wo unsichtbare Subwoofer eingeplant sind, kommt deren eigene Endstufe hinzu.

In welcher Reihenfolge gearbeitet wird

Am Anfang steht das Gehäuse, gesetzt bei offener Konstruktion, und das eingezogene und geprüfte Kabel. Erst wenn das steht, folgen Platten oder Beton. Verschlossen bleibt die Öffnung bis zum Schluss, sonst landen Bauschutt und Spachtelmasse darin. Ist der Innenausbau nahezu abgeschlossen, kommt der Deckel ab, der Lautsprecher wird eingesetzt, ausgerichtet und verspachtelt. Zum Schluss folgt der Anstrich.

Wer diese Reihenfolge kennt, darf die Modellwahl sogar noch offenhalten. B-System verwendet bei seinen Einbetoniergehäusen für den Sonance IS8 und den IS10W ein und dasselbe Gehäuse. Der Platz lässt sich also schon vorbereiten, bevor entschieden ist, welches der beiden Modelle in diesen Raum kommt.

Welche Größe in welchen Raum gehört

Was die Modelle vor allem voneinander trennt, ist die Größe der schwingenden Fläche. In Flur, Gäste-WC, Ankleide und kleines Schlafzimmer gehört ein Sechseinhalbzöller – der Sonance IS6 etwa oder der Stealth Acoustics STLR6-G. Dort geht es um Stimmen, um ruhige Hintergrundmusik, um den Fernsehton nebenan. Im Wohnraum dagegen, wo man sich abends hinsetzt, greift man zu den Achtzoll-Paneelen: Sie bewegen mehr Luft und geben Stimmen wie Instrumenten Körper.

Wem es wirklich ums Hören geht, der plant den Bass von vornherein mit. Wie unsichtbare Tieftöner die Vollbereichspaneele ergänzen, steht im Ratgeber zum Bass ohne Kasten.

Kurz gefragt: Unsichtbare Lautsprecher planen

Lassen sich unsichtbare Lautsprecher nachträglich versetzen?

Nein. Sobald verputzt und gestrichen ist, steht die Position endgültig fest. Für ein Versetzen müsste die Wand geöffnet, neu verputzt und die gesamte Fläche neu gestrichen werden.

Wer übernimmt die Planung des Einbaus?

Wohin das Gehäuse kommt, wo die Leitungen verlaufen und an welcher Stelle das Paneel sitzt, klärt der Fachhändler mit Elektro und Trockenbau. Wer in Ihrer Nähe dafür infrage kommt, sagt Ihnen die Bezugsquellenanfrage.

Die Ebene muss auf den Millimeter stimmen

Heikel wird es in dem Moment, in dem die verputzte Wand den Lautsprecher aufnimmt. Er muss auf gleicher Höhe mit der fertigen Wand abschließen; fällt Licht später flach darüber, verrät schon eine kleine Abweichung die Stelle. Wie dick der Putz an diesem Punkt aufträgt, weiß vorher niemand – deshalb steckt in den Einbetoniergehäusen von B-System ein Rahmen, der sich nachstellen lässt.

Auch der Ausschnitt duldet bei unsichtbaren Modellen keine Ungenauigkeit, denn die Fläche darüber wird geschlossen, und jeder Fehler kommt später als Riss oder Abzeichnung zurück. Statt eines Allzweckkastens bekommt deshalb jedes Lautsprechermodell sein eigenes Gehäuse, dessen Öffnung fest vorgegeben ist.

Was die Hersteller als Oberfläche zulassen

Überputzen, tapezieren oder furnieren und anschließend überstreichen – so beschreibt Sonance die Möglichkeiten bei der Invisible Series. Bei Stealth Acoustics sind es Farbe, leichte Tapete, Textil und Strukturputz. Ein Gitter trägt keines dieser Modelle; die Oberfläche selbst bildet die Lautsprecherfront.

Steht in fünf oder zehn Jahren ein neuer Anstrich an, braucht niemand eine Aussparung auszusparen oder besondere Rücksicht zu nehmen. Darin liegt der Komfort dieser Bauweise: Ist einmal verputzt, behandelt man die Stelle wie jeden anderen Abschnitt der Wand.

Beides ist freigegeben

Sowohl Wand als auch Decke sind für die Paneele freigegeben. Gestalterisch wird damit einiges möglich, was sich mit sichtbaren Lautsprechern nicht umsetzen ließe: ein Paar zu beiden Seiten einer Fensterfront, unsichtbare Frontlautsprecher neben dem Fernseher, Ton im Bad, ohne dass die Fläche etwas davon verrät. Eine gewöhnliche Ständerwand nimmt die Trockenbaugehäuse ohne Weiteres auf.

Wie tief die Konstruktion sein muss

Flach gebaut sind alle unsichtbaren Modelle. An Bautiefe verlangt der Sonance IS6 rund 68 Millimeter, der Stealth Acoustics STLR8-G kommt mit 64 Millimetern aus. Beim LR224 hängt es von der Rückkammer ab: mit ihr 83 Millimeter, ohne sie 72 Millimeter. Dass ein Achtzoll-Chassis mit 64 Millimetern auskommt, liegt an der Bauart – hier schiebt keine Membran hinter einem Gitter Luft durch Öffnungen, sondern die ebene Fläche schwingt selbst.

Kurz gefragt: Einbau und Oberflächen

Ist nach dem Streichen tatsächlich nichts mehr zu sehen?

Sitzt das Paneel bündig und ist die Kante sauber verspachtelt, hebt es sich später nicht ab; man sieht eine Wand wie jede andere. Genau dafür haben die Einbetoniergehäuse ihren nachstellbaren Rahmen.

Ist auch eine schwere Tapete zulässig?

Genannt werden von Stealth Acoustics leichte Tapete, Farbe, Textil und Strukturputz, von Sonance Putz, Tapete und Furnier. Gibt es Zweifel, zählt nicht eine allgemeine Regel, sondern die Unterlage des Herstellers zum jeweiligen Modell.

Im Trockenbau: der Kasten aus MDF

Jede Dryboxx Invisible von B-System gehört zu einem bestimmten Lautsprechermodell. Bei der Ausführung für den Sonance IS6 sind es gut fünfzig Zentimeter im Quadrat und 97 Millimeter Höhe; eingeschlossen werden rund 20 Liter Luft, innen sitzt eine Dämmung aus Schaum. Die Öffnung folgt dem Maß des Lautsprechers, der Kasten besteht aus weißem MDF und ist auf Gehrung geschnitten. Passende Ausführungen gibt es auch für IS8, IS10 und IS10W, und für die Paneele von Stealth Acoustics eine eigene.

Flach genug für eine gewöhnliche Ständerwand oder eine abgehängte Decke ist der Kasten allemal. Er kommt hinein, bevor die Konstruktion geschlossen wird – die Platten folgen zuletzt.

In Beton und Mauerwerk: das Gehäuse zum Einbetonieren

Gesetzt wird die Euroboxx Invisible schon im Rohbau, in Beton oder Mauerwerk. Zurück bleibt ein Hohlraum, dessen Form, Tiefe und Volumen zum jeweiligen Lautsprecher passen. Beim Sonance IS8 sind 615 mal 411 Millimeter auszusparen, bei höchstens 100 Millimetern Einbautiefe; für den Brandschutz trägt der Kasten die Klasse B1. Bis zum Einbau hält ein fester Deckel alles verschlossen.

Dass die Lautsprecherfläche später genau auf Höhe der fertigen Wand liegt, besorgt der verstellbare Rahmen im Inneren. Darin liegt der Unterschied zwischen unsichtbar und beinahe unsichtbar.

Ein Gehäuse je Modell, kein Universalkasten

Sichtbare Einbaulautsprecher lassen bei der Gehäusegröße Spielraum; unsichtbare nicht. Der Ausschnitt muss sitzen, denn die Fläche darüber wird geschlossen, und was ungenau war, zeichnet sich später an der Oberfläche ab. Darum bekommt jedes Modell ein eigenes Gehäuse mit fest vorgegebener Öffnung.

Kurz gefragt: Das Gehäuse hinter der Wand

Ist ein Gehäuse in jedem Fall nötig?

Ja, denn hinter dem Paneel muss ein geschlossener und gedämmter Raum liegen. Im Trockenbau erfüllt die Dryboxx diese Aufgabe, in Beton und Mauerwerk die Euroboxx. Welches Gehäuse zu welchem Lautsprecher gehört, verraten dessen Produktdaten.

Lässt sich das Gehäuse setzen, bevor der Lautsprecher feststeht?

Bei der Euroboxx Invisible geht das. Für IS8 und IS10W von Sonance setzt der Hersteller dasselbe Gehäuse ein, sodass sich der Platz vorbereiten lässt, bevor die Entscheidung gefallen ist.

Wie ein reiner Tieftöner unter Putz arbeitet

Worauf es im Bass ankommt, ist bewegte Luft. Beim Sonance IS10W sitzt ein Woofer aus Glasfaser mit 10 Zoll auf einer großen Schallwand, die akustisch entkoppelt ist. Weit bewegt sie sich nicht, dafür über ihre ganze Ausdehnung, und der Putz schwingt mit. Übertragen wird allein der Bereich zwischen 35 und 250 Hertz; belastbar ist das Modell mit 200 Watt, seine Impedanz liegt bei 6 Ohm. Mittel- und Hochtöner fehlen bewusst, denn es soll vorhandene Lautsprecher ergänzen, nicht ersetzen.

Bei Stealth Acoustics bestehen die unsichtbaren Subwoofer jeweils aus zwei Paneelen: im LR24W stecken zwei Achtzöller, im LR30W vier, und der STB30-G kommt ebenfalls auf vier Achtzöller, verteilt auf zwei Paneele, die sich überstreichen lassen. Größere Ansprüche bedienen der Sonance IS15W, ein 15-Zoll-Woofer zum Überputzen, und der IS10-2W, ein In-Wall-Subwoofer mit zwei Zehnzöllern.

Passiv gebaut, Endstufe außerhalb der Wand

Verschwindet ein Subwoofer als Paneel in der Wand, bleibt kein Verstärker darin, kein Bedienfeld und kein Regler, an den man nach dem Verputzen noch käme. Alles Elektronische sitzt außerhalb. Diesen Part übernimmt der Stealth Acoustics SA255: einkanalig, 250 Watt an 8 Ohm beziehungsweise 350 Watt an 4 Ohm, 14,2 Kilogramm schwer, zwei Höheneinheiten hoch.

Zwei Eigenschaften merkt man dieser Endstufe im täglichen Gebrauch an. Unterhalb des nutzbaren Bereichs liegen Frequenzen, die Membranhub kosten, ohne dass man sie hört; die nimmt der Subsonic-Filter heraus. Und um das Ein- und Ausschalten kümmert sich Autosensing: Liegt ein Signal an, geht das Gerät an, bleibt es eine Weile still, schaltet es ab.

Auch der Bass lässt sich später nicht verschieben

Einen Standsubwoofer rückt man so lange hin und her, bis der Bass am Sitzplatz stimmt. Hier entfällt diese Möglichkeit – und darauf sollte man vorher hinweisen. Gesetzt wird der Tieftöner, solange Wand oder Decke offen sind; danach folgen Kabel, Putz und Farbe. Vom Anstrich an bleibt er, wo er ist.

Für ein Wohnzimmer üblicher Größe, für Arbeits- und Schlafraum und für ein Medienzimmer ohne besonderen Anspruch reicht ein einzelner Woofer als Ergänzung der Vollbereichspaneele. Gewonnen sind damit drei Dinge: ein wärmerer Grundton, unter Bassläufen ein Fundament, das man tatsächlich hört, und ein ruhigeres Klangbild ringsum, weil die Vollbereichsmodelle den Tiefton nicht länger allein stemmen.

Kurz gefragt: Bass ohne Kasten

Gehört in jeden Raum ein unsichtbarer Subwoofer?

Nein. Wo nur Hintergrundmusik laufen soll, etwa im Flur oder im Gäste-WC, reichen die Vollbereichspaneele. Sein Platz ist dort, wo man sich zum Musikhören hinsetzt oder wo Filmton läuft.

Kann der Woofer am gewöhnlichen Verstärker betrieben werden?

Leistung muss ihm ein eigener Kanal liefern, denn eine Endstufe ist nicht eingebaut. Für Subwoofer-Paneele hält Stealth Acoustics dafür den SA255 bereit, ausgestattet mit Subsonic-Filter und Autosensing.

Viele Geräte an einem einzigen Kabel

Sollen in einem Gebäude fünfzig Lautsprecher spielen, wäre es wenig praktisch, jeden einzeln mit dem Verstärker zu verkabeln. Bei dieser Größenordnung greift man deshalb zur 70- oder 100-Volt-Linie: Durch das Gebäude zieht ein einziges Kabel, an das sich die Lautsprecher nacheinander hängen. Welche Leistung jedes Gerät bekommt, legt ein Übertrager darin fest.

Drei Abgriffe hat der Sonance IS6T: 30, 15 und 7,5 Watt, wahlweise an 70 oder 100 Volt; alternativ lässt er sich an 6 Ohm betreiben. Klanglich unterscheidet er sich nicht vom passiven IS6 – derselbe Woofer aus Carbonfaser, dieselbe entkoppelte Schallwand. Wer mehr Fläche braucht, nimmt den IS8T, dieselbe Bauart eine Nummer größer.

Abgriff und Ort werden vorher festgelegt

Vom gewöhnlichen Deckenlautsprecher unterscheidet ihn vor allem der Zeitpunkt. Eingebaut wird der IS6T bei offener Wand; danach folgen Putz, Spachtel und Anstrich, und dann kommt niemand mehr an ihn heran. Früh zu klären sind darum zwei Dinge: sein Ort im Raum und die Leistungsstufe am Übertrager.

Wozu die Linienmodelle taugen und wozu nicht

Nach unten reicht der unsichtbare Sechszöller in der Linie nur so weit, wie es eine Fläche dieser Größe zulässt, und laut wird er auch nicht. Damit deckt er ab, was in Hotels, Praxen und Läden gefragt ist: verständliche Sprache, zurückhaltende Musik, Durchsagen und ein Klangteppich, der überall gleich trägt. Als Grundlage für laute Beschallung taugt er ausdrücklich nicht.

Auch jenseits des Wohnens sind unsichtbare Paneele naheliegend, sobald Technik nicht zur Einrichtung gehören soll: in Kanzleien und Praxen, in Empfangsbereichen mit hohem gestalterischem Anspruch, in Besprechungsräumen, in Museen und in denkmalgeschützten Räumen, wo nach dem Verputzen nichts Technisches mehr sichtbar sein darf.

Kurz gefragt: 70-Volt-Anlagen

Braucht ein Hotel zwingend eine 70-Volt-Anlage?

Zwingend nicht. Sobald jedoch viele Lautsprecher über ein Gebäude verteilt gemeinsame Leitungen teilen sollen, führt der übliche Weg über die Linie. Sie und die Leistungsstufen plant der Fachhändler mit ein.

Lässt sich die Leistungsstufe nachträglich ändern?

Am Übertrager legt man den Abgriff fest, und das geschieht vor dem Verputzen. Danach kommt niemand mehr an das Gerät heran. Welche Stufe es sein soll, muss deshalb schon bei der Planung feststehen.

Einbauanleitungen