IPORT PoE Injector der Surface Mount – Stromeinspeisung, wo das Netz keine liefert
Der PoE Injector der Surface Mount löst ein Problem, das in vielen Bestandsanlagen auftritt: Die Netzwerkleitung zur Bedienstelle liegt, aber sie führt keinen Strom. Der Injektor wird an einer zentralen Stelle in diese Leitung gesetzt und speist dort die Versorgung nach IEEE 802.3af ein, so dass der Splitter am anderen Ende der Strecke arbeiten kann. Auf der Netzseite nimmt er 110 bis 240 Volt Wechselspannung bei 50 oder 60 Hertz und 0,5 Ampere auf. Mit 86 Millimetern Höhe, 50 Millimetern Breite und 33 Millimetern Tiefe bei 0,10 Kilogramm Eigengewicht ist er ein kleines Bauteil, das im Verteiler oder im Technikschrank unterkommt. Der Hersteller nennt ihn im Zusammenhang mit dem PoE Splitter derselben Serie und den Blenden der Lightning-Generation. Für die Auslegung wichtig: Dieser Injektor ist im späteren Wiring Guide des Herstellers durch ein Nachfolgeteil nach IEEE 802.3at ersetzt worden und gehört damit zur abgekündigten Generation. Für Bestandsanlagen bleibt er die passende Ergänzung, für einen Neuaufbau ist er es nicht.
Ein Injektor für Anlagen ohne passenden Switch
Eine Versorgung über die Netzwerkleitung setzt voraus, dass irgendwo auf der Strecke Strom in diese Leitung gelangt. In neueren Netzen übernimmt das ein Switch, der diese Fähigkeit von Haus aus mitbringt. In vielen Bestandsanlagen ist der vorhandene Switch dazu jedoch nicht in der Lage, und ein Austausch der gesamten Verteilung wäre für eine einzelne Bedienstelle unverhältnismäßig. Genau an dieser Stelle setzt dieser Injektor an. Er wird in die Leitung zur Bedienstelle eingeschleift und speist dort die Versorgung nach IEEE 802.3af ein, während die Datenverbindung unverändert weiterläuft. Aus Sicht des Splitters am anderen Ende der Strecke ist damit alles vorhanden, was er braucht. Der zweite Fall, in dem der Injektor gebraucht wird, ist eine Anlage ohne geeignete Gleichspannungsquelle: Der Splitter kann alternativ aus 18 bis 24 Volt versorgt werden, doch wo eine solche Einspeisung nicht besteht, bleibt der Weg über die Netzwerkleitung der einfachere. Der Injektor ist damit kein Zubehör im Sinne einer Ergänzung, sondern in vielen Anlagen die Voraussetzung dafür, dass die Bedienstelle überhaupt versorgt werden kann.
Anschlusswerte und Platzbedarf im Verteiler
Auf der Netzseite nimmt der Injektor 110 bis 240 Volt Wechselspannung bei 50 oder 60 Hertz und 0,5 Ampere auf; am Ausgang steht die Versorgung nach IEEE 802.3af zur Verfügung. Die Abmessungen betragen 86 Millimeter in der Höhe, 50 Millimeter in der Breite und 33 Millimeter in der Tiefe, das Gewicht des Injektors selbst liegt bei 0,10 Kilogramm. Für die Planung ist vor allem der Aufstellort zu klären, denn das Gerät braucht eine Steckdose und einen Platz, an dem die Netzwerkleitung zugänglich ist. In der Praxis ist das der Verteilerschrank, ein Technikfach oder der Ort, an dem der Switch steht. Wo mehrere Bedienstellen versorgt werden sollen, ist zu bedenken, dass ein Injektor auf einer Strecke arbeitet und nicht mehrere Leitungen gleichzeitig bedient; die Zahl der benötigten Geräte richtet sich also nach der Zahl der Strecken. Ein Platz mit etwas Luft um das Gerät herum ist sinnvoll, weil ein Netzteil im Betrieb Abwärme abgibt und in einem dicht gepackten Schrank sonst schlecht dasteht. Ebenso gehört der Standort in die Revisionsunterlagen: Ein Gerät, das jahrelang unbemerkt arbeitet, wird bei einer späteren Störungssuche zuerst gebraucht und zuletzt gefunden, wenn niemand mehr weiß, wo es sitzt.
Zusammenspiel mit Splitter und Blende
Der Injektor ist ein Glied in einer Kette aus drei Teilen. Am Anfang steht er selbst und gibt die Versorgung auf die Leitung. In der Mitte liegt die Netzwerkleitung, die Strom und Daten gemeinsam zur Bedienstelle führt. Am Ende sitzt der PoE Splitter in der Dose hinter der Blende und setzt beides in die Ladespannung für das iPad um. Fehlt ein Glied, funktioniert die Kette nicht, und deshalb sollten die drei Teile gemeinsam ausgeschrieben und gemeinsam abgenommen werden. Für die Abgrenzung ist eine Unterscheidung wichtig, die in der Praxis regelmäßig für Rückfragen sorgt: Der Hersteller führt heute einen Injektor nach IEEE 802.3at, also nach einem anderen und leistungsfähigeren Verfahren, als eigenes Produkt. In seinem späteren Wiring Guide für die Surface Mount tritt dieses Nachfolgeteil an die Stelle dieses Injektors, der dort nicht mehr genannt wird. Die beiden Standards sind nicht dasselbe, und die Teile sind nicht beliebig gegeneinander tauschbar. Bei einer Erweiterung im Bestand lohnt es sich deshalb, zuerst festzustellen, welches Verfahren die vorhandene Strecke bereits nutzt, und danach zu bestellen. Der Blick an die Bedienstelle ist dabei aussagekräftiger als der Blick in ein altes Angebot.
Einsatzfälle im Bestand und Bezug über mediacraft
Der typische Einsatzfall ist eine bestehende Installation, in der eine Surface Mount Bedienstelle nachträglich versorgt werden soll und der vorhandene Netzwerkverteiler keine Einspeisung liefert. Ebenso häufig ist die Erweiterung: Eine zweite oder dritte Bedienstelle kommt hinzu, die eigene Strecke braucht ihre eigene Einspeisung. Für Planer und Integratoren ist der Injektor deshalb weniger eine gestalterische als eine organisatorische Position: Er muss einen Platz mit Netzanschluss bekommen, und dieser Platz gehört in die Dokumentation, damit er bei einer späteren Störungssuche nicht erst gesucht werden muss. Für den Fachhandel steht die saubere Abgrenzung zum neueren Injektor nach 802.3at im Vordergrund, weil beide Teile auf den ersten Blick dieselbe Aufgabe erfüllen. Da der Hersteller die gesamte Lightning-Generation der Surface Mount als Legacy führt und ein Zusammenspiel mit aktuellen IPORT-Produkten ausschließt, gehört auch dieser Injektor in Bestandsprojekte. mediacraft prüft im Vorfeld, welche Einspeisung im Objekt vorhanden ist, ordnet Injektor und Splitter der eingesetzten Blende zu und begleitet Fachhandel, Installateure, Planer und Architekten bei Auslegung und Bezug.
Technische Daten PoE Injector Surface Mount
| Bauart | PoE-Injektor der IPORT Surface Mount zur Einspeisung nach IEEE 802.3af |
|---|---|
| Abmessungen | 86 × 50 × 33 mm (Höhe × Breite × Tiefe) |
| Gewicht | 0,10 kg (nur Injektor) |
| Besonderheiten | Eingang 110 bis 240 V AC, 50/60 Hz, 0,5 A; Ausgang PoE nach IEEE 802.3af; arbeitet mit dem PoE Splitter derselben Serie und den Blenden der Lightning-Generation zusammen; im späteren Wiring Guide des Herstellers durch ein Nachfolgeteil nach IEEE 802.3at ersetzt und dort nicht mehr genannt |