B-System Dryboxx Wall – Rückvolumen im Breitformat für schlanke Trockenbauwände
Die Blaze by Sonance Dryboxx Wall ist die Wandausführung der Dryboxx-Baureihe und unterscheidet sich von den Deckenformaten durch ihren flachen, breiten Zuschnitt. Alle vier Größen bauen einheitlich 97 mm hoch und lassen eine Lautsprecher-Einbautiefe von 97,5 mm zu, gerechnet mit 12,5 mm Gipskarton. Unterschiede gibt es nur in Länge und Breite: Wall XS misst 555 × 430 mm und fasst 15,30 Liter, Wall S 670 × 555 mm mit 24,40 Litern, Wall M 910 × 555 mm mit 33,40 Litern und Wall L 1150 × 555 mm mit 42,50 Litern. Entsprechend wachsen die zulässigen Ausschnitte von 455 × 330 mm bis 1050 × 455 mm, sodass auch breite LCR-Lautsprecher Platz finden. Der Korpus besteht aus weißen, auf Gehrung geschnittenen MDF-Platten mit innenliegendem Akustik-Noppenschaumstoff; eine Entkopplungsmatte mit aufgedrucktem Maximal-Ausschnitt liegt bei. Zwei Rohreinführungen mit Gummipfropfen nehmen Kabel oder Leerrohre bis 25 mm auf, die Außenmaße folgen den Rastermaßen 400, 500 und 625 mm. Der Hersteller nennt bis zu 30 bis 40 dB weniger rückwärtige Schallübertragung.
Vier Breitformate bei durchgehend 97 mm Bauhöhe
Alle vier Wandformate der Dryboxx Wall haben dieselbe Bauhöhe von 97 mm und dieselbe zulässige Einbautiefe von 97,5 mm; sie unterscheiden sich ausschließlich in der Fläche. Die Wall XS misst 555 × 430 mm bei 15,30 Litern Innenvolumen, die Wall S 670 × 555 mm bei 24,40 Litern, die Wall M 910 × 555 mm bei 33,40 Litern und die Wall L 1150 × 555 mm bei 42,50 Litern. Der zulässige Ausschnitt wächst mit: 455 × 330 mm, 570 × 455 mm, 810 × 455 mm und schließlich 1050 × 455 mm. Diese Systematik vereinfacht die Planung erheblich, weil die kritische Größe – die nutzbare Tiefe der Wandkonstruktion – über alle Formate konstant bleibt. Steht die Ständerwand einmal fest, ist damit auch die Frage der Bauhöhe beantwortet, und es bleibt nur noch zu klären, wie breit der vorgesehene Lautsprecher tatsächlich baut. Gerade bei Frontlautsprechern für Heimkinos ist das ein Vorteil, weil dort die Breite und nicht die Tiefe über die Auswahl entscheidet. Zu prüfen bleibt allein, ob das gewählte Format zwischen zwei Ständern Platz findet oder ob die Unterkonstruktion an dieser Stelle anders geteilt werden muss.
Warum flach und breit die Wandkonstruktion schont
Eine Ständerwand mit einfacher Beplankung bietet je nach Profil nur wenige Zentimeter nutzbare Tiefe, und diese Tiefe wird bereits von Installationen, Dämmung und Aussteifung beansprucht. Ein tiefes Gehäuse zwänge dazu, die Wand aufzudoppeln oder eine Vorsatzschale zu stellen – beides greift in den Grundriss ein und wird von Bauherren selten akzeptiert. Die Dryboxx Wall löst das, indem sie das benötigte Rückvolumen in die Fläche statt in die Tiefe legt: Bei gleichbleibend 97 mm Höhe stehen zwischen 15,30 und 42,50 Liter zur Verfügung. Für den Trockenbauer bedeutet das, dass die Wandstärke unverändert bleibt und lediglich ein Feld zwischen zwei Ständern freigehalten werden muss. Für den Planer heißt es, dass die Lautsprecherposition nicht mehr gegen die Wandstärke abgewogen werden muss, sondern nur noch gegen die Möblierung. Zu beachten bleibt, dass ein flaches, breites Gehäuse in seiner Fläche steifer ausgeführt sein muss als ein kompaktes; die auf Gehrung gestoßenen MDF-Platten übernehmen hier die tragende Rolle und halten die großen Formate verwindungsfrei. In der Praxis ist damit auch die Frage der Befestigung entschärft, weil die Last flächig auf mehreren Profilen aufliegt statt punktuell an einer Schnittkante.
Werkstoff, Innenbedämpfung und Kabelführung in der Wand
Der Aufbau entspricht dem der Deckenformate: weiße MDF-Platten, auf Gehrung geschnitten, mit innenliegender Bedämpfung aus Akustik-Noppenschaumstoff. Die Gehrung ist dabei mehr als eine Frage der Optik – sie vergrößert die Klebefläche der Stöße und hält das Gehäuse auch bei den langen Formaten in der Fläche stabil. Die Innenbedämpfung nimmt die Reflexionen im Rückraum auf, die sonst mit kurzer Verzögerung auf die Membran zurückwirken und den Mittelton verfärben würden. Beigelegt ist eine Entkopplungsmatte, auf der der maximale Ausschnitt aufgedruckt ist; sie legt sich zwischen Lautsprecherkorb und Beplankung und unterbricht den Weg des Körperschalls in die Wandfläche. Für die Zuleitung stehen zwei Rohreinführungen mit eingeklebten Gummipfropfen bereit, die Kabel oder Leerrohre bis 25 mm Durchmesser aufnehmen und im ungenutzten Zustand geschlossen bleiben. Bei Wandeinbauten empfiehlt sich die Führung nach unten zur Sockelleiste oder seitlich in den nächsten Installationsschacht, damit die Leitung später ohne Suchen auffindbar bleibt. Wer beide Einführungen belegt, sollte die zweite für ein Steuer- oder Reservekabel vorsehen; in einer verschlossenen Wand lässt sich nachträglich nichts mehr ergänzen.
Planung, Einbau und Bezug über mediacraft
Die Blaze by Sonance Dryboxx Wall ist für Wandeinbaulautsprecher in Trockenbauwänden gedacht, insbesondere für breite LCR-Formate hinter akustisch transparenten Leinwänden, für Stereopaare in Wohnräumen und für Beschallungen in Besprechungs- und Schulungsräumen. Der Hersteller gibt die Baureihe universell für handelsübliche Einbaulautsprecher frei und stellt ausdrücklich klar, dass sich die Wandformate ebenso in abgehängten Decken einsetzen lassen; der Unterschied liegt im Zuschnitt, nicht im zulässigen Einbauort. Für Planer ist die Reihenfolge entscheidend: Gehäuseposition und Kabelweg müssen vor der Beplankung feststehen, denn beides ist danach nur noch durch Öffnen der Wand zu ändern. Architekten sollten die Lage der Gehäuse mit der Möblierung und mit den Elektroinstallationen abstimmen, weil ein belegtes Feld zwischen zwei Ständern für andere Einbauten nicht mehr zur Verfügung steht. mediacraft liefert die Baureihe in Deutschland und Österreich und unterstützt Fachhandel, Elektroplaner und Innenarchitekten bei der Zuordnung von Lautsprecher, Format und Wandaufbau. Für abgehängte Decken führt dieselbe Baureihe die kompakteren Deckenformate der Blaze by Sonance Dryboxx. Wo die Wand bereits beplankt ist, führt der Weg dagegen über die Retrofit-Ausführung, die ihre Gipskartonplatte werkseitig mitbringt.
Technische Daten Dryboxx wall
| Bauart | Akustisch optimiertes Einbaugehäuse (Backbox) aus MDF für Trockenbauwände, flaches Breitformat |
|---|---|
| Ausschnitt | XS max. 455 × 330 mm · S max. 570 × 455 mm · M max. 810 × 455 mm · L max. 1050 × 455 mm |
| Einbautiefe | max. 97,5 mm bei allen vier Größen (85 mm Innenhöhe + 12,5 mm Gipskarton) |
| Abmessungen | XS 555 × 430 × 97 mm · S 670 × 555 × 97 mm · M 910 × 555 × 97 mm · L 1150 × 555 × 97 mm |
| Besonderheiten | Innenvolumen 15,30 / 24,40 / 33,40 / 42,50 l; MDF weiß, auf Gehrung geschnitten; Akustik-Noppenschaumstoff innen; Entkopplungsmatte mit aufgedrucktem Maximal-Ausschnitt; 2 Rohreinführungen mit Gummipfropfen bis 25 mm; Rastermaße 400/500/625 mm; Herstellerangabe: bis zu 30–40 dB weniger rückwärtige Schallübertragung; laut Hersteller auch für Deckeneinbau geeignet |