Sonance VE1 – Infrarotbefehle mit optischer Kontrolle am Gerät
Der VE1 ist der letzte Baustein einer Infrarotstrecke: Er wird mittig auf das IR-Sensorfenster des zu steuernden Geräts geklebt und gibt dort die Befehle aus, die ein Sonance-Empfänger oder -Verteiler an ihn weiterleitet. Angeschlossen wird er über einen 3,5-Millimeter-Mono-Klinkenstecker. Seine Besonderheit gegenüber der schlichten Ausführung ist die sichtbare rote Leuchtanzeige: Jede Übertragung wird optisch quittiert, sodass sich ohne Messmittel feststellen lässt, ob ein Befehl überhaupt am Gerät ankommt. Das Kunststoffgehäuse ist infrarotdurchlässig, weshalb die Handfernbedienung weiterhin durch den aufgeklebten Emitter hindurch bedienen kann. Auf der Unterseite sitzt eine Klebeschicht; ein Alkoholtupfer zur Vorbereitung der Fläche und doppelseitiges Klebeband liegen bei. Der VE1 ist der Einzel-Emitter, der VE2 die Doppelversion für zwei Geräte. Eingesetzt wird er im Verbund mit Sonance-Komponenten wie dem Verteiler CB1, dem ACB1 und den Empfängern CR1 und WMR1.
Sichtbare Kontrolle: der Emitter mit roter Leuchtanzeige
Eine Infrarotstrecke ist die undankbarste Baugruppe einer Installation, weil man ihr nichts ansieht. Ein Befehl kommt an oder er kommt nicht an, und wenn er nicht ankommt, ist die Ursache irgendwo zwischen Bedienelement, Verteiler, Leitung und Emitter zu suchen. Der VE1 verkürzt diese Suche erheblich, denn er gibt zusätzlich zum unsichtbaren Infrarotlicht ein sichtbares rotes Licht ab. Blinkt es, sobald ein Befehl gesendet wird, ist die gesamte Kette bis zum Emitter in Ordnung, und ein trotzdem nicht reagierendes Gerät hat sein Problem woanders – meist in der Position des Emitters oder im Befehlssatz. Bleibt es dunkel, liegt der Fehler vor dem Emitter. Diese Unterscheidung spart bei jeder Inbetriebnahme Zeit und bei jeder späteren Störungsmeldung eine Anfahrt. Angeschlossen wird der VE1 über einen 3,5-Millimeter-Mono-Klinkenstecker. Für die Planung heißt das, dass ein VE1 überall dort die klügere Wahl ist, wo das gesteuerte Gerät später schwer zugänglich sein wird – in einem geschlossenen Schrank, hinter einer Klappe oder in einem Rack im Nebenraum. In solchen Fällen ersetzt der Blick auf ein blinkendes Lämpchen eine Demontage, und das gilt nicht nur am Einbautag, sondern über die gesamte Lebensdauer der Anlage.
Anschluss, Buchsenwahl und die häufigste Zerstörungsursache
Ein Punkt aus der Sonance-Einbauanleitung gehört an den Anfang jeder Montage, weil sein Übersehen den Emitter unbrauchbar macht: Der Emitter darf niemals in die IN/OUT- oder HIGH-OUT-Buchsen eines CB1 oder ACB1 gesteckt werden. Diese Buchsen führen andere Signale, und der Emitter wird dabei zerstört. Er gehört ausschließlich an die dafür vorgesehenen Emitterausgänge. Da die Klinkenbuchsen eines Verteilers baugleich aussehen, ist dieser Fehler schnell gemacht – gerade dann, wenn nachträglich ein Gerät ergänzt und im Halbdunkel des Schranks gesteckt wird. Wer den Verteiler bei der Erstinstallation beschriftet, verhindert das dauerhaft. Ein zweites Verhalten sollte man kennen: Leuchtet der VE1 dauerhaft rot, statt bei Befehlen zu blinken, liegt ein Kurzschluss der Signalleitung auf die 12-Volt-Versorgung vor. Das ist keine Marotte des Emitters, sondern ein klarer Befund, der auf die Verkabelung zeigt. Wer ihn kennt, sucht nicht am Gerät, sondern an der Leitung, und findet die Ursache meist an einer gequetschten oder falsch aufgelegten Ader. Beide Hinweise gehören in die Anlagendokumentation, damit sie auch dann verfügbar sind, wenn Jahre später ein anderer Betrieb an die Anlage geht.
Aufkleben mit Bedacht – Position, Untergrund und Zubehör
Der VE1 wird mittig auf das IR-Sensorfenster des zu steuernden Geräts geklebt. Diese Position ist keine Empfehlung, sondern die Voraussetzung dafür, dass alle Befehle zuverlässig ankommen: Ein um wenige Zentimeter versetzt geklebter Emitter funktioniert oft für die häufig benutzten Befehle und versagt bei den selteneren, was zu Fehlerbildern führt, die niemand reproduzieren kann. Auf der Unterseite sitzt eine Klebeschicht; ein Alkoholtupfer und doppelseitiges Klebeband liegen bei. Der Tupfer ist kein Beipack, sondern Arbeitsmittel – eine Klebefläche muss fettfrei sein, sonst löst sich der Emitter nach einigen warmen Sommertagen und hängt am Kabel. Vor dem endgültigen Aufkleben empfiehlt es sich, die Position lose zu erproben und alle Befehle einmal durchzugehen, denn ein einmal aufgeklebter Emitter lässt sich zwar abziehen, klebt danach aber schlechter. Zu bedenken ist außerdem, dass das IR-Fenster mancher Geräte hinter getöntem Kunststoff liegt und nicht immer dort sitzt, wo eine Beschriftung es vermuten lässt. Bei Geräten mit spiegelnder Front hilft ein seitlicher Blick bei eingeschalteter Raumbeleuchtung, das Fenster überhaupt zu finden.
Einsatz im Sonance-IR-Verbund und Bezug über mediacraft
Der VE1 ist der Einzel-Emitter der Reihe; für zwei unmittelbar nebeneinanderstehende Geräte gibt es den VE2 als Doppelversion. Verwendet wird er an Sonance-Komponenten wie dem Verteiler CB1, dem ACB1 sowie den Empfängern CR1 und WMR1. Eine Eigenschaft macht ihn im Wohnbereich besonders verträglich: Das Kunststoffgehäuse ist infrarotdurchlässig, sodass die Handfernbedienung weiterhin durch den aufgeklebten Emitter hindurch bedienen kann. Ein zugeklebtes IR-Fenster ist damit kein Thema, und der Nutzer behält beide Bedienwege. Für Planer und Integratoren ergibt sich daraus eine einfache Regel: Je Gerät ein Emitter, und je unzugänglicher das Gerät, desto eher die Ausführung mit Leuchtanzeige. mediacraft liefert den Sonance VE1 an Fachhandel, Installationsbetriebe, Planer und Architekten und unterstützt bei der Auslegung der IR-Strecke, bei der Frage, wie viele Emitter ein Verteiler tragen soll, und bei der Entscheidung zwischen der sichtbaren und der unauffälligen Ausführung je Raum. Für Bestandsanlagen klärt mediacraft zudem, ob der vorhandene Verteiler noch freie Emitterausgänge besitzt oder ob die Struktur der IR-Strecke erweitert werden muss.
Technische Daten VE1
| Bauart | IR-Emitter zum Aufkleben mit sichtbarer roter Leuchtanzeige |
|---|---|
| Besonderheiten | Anschluss über 3,5-mm-Mono-Klinkenstecker; gibt zusätzlich zum Infrarotsignal sichtbares rotes Licht ab; infrarotdurchlässiges Kunststoffgehäuse, die Handfernbedienung bedient weiterhin durch den Emitter hindurch; Klebeschicht auf der Unterseite, Alkoholtupfer und doppelseitiges Klebeband im Lieferumfang; Einzel-Emitter, Doppelversion VE2; für Sonance CB1, ACB1, CR1 und WMR1; niemals in die IN/OUT- oder HIGH-OUT-Buchsen von CB1/ACB1 stecken; dauerhaftes Rotleuchten zeigt einen Kurzschluss der Signalleitung auf 12 V an |