Sonance Hybrid Input Module für DSP MKIII – Line, Toslink und Koaxial in einem Einschub
Das Hybrid Input Module ist die vielseitigste der drei Einschubkarten für die DSP MKIII-Endstufen. Es vereint analoge Line-Eingänge mit einem optischen Toslink-Anschluss und einem koaxialen Digitaleingang und legt sich damit nicht auf eine Art der Zuspielung fest. Loop-Ausgänge geben das Signal an ein weiteres Gerät weiter. Digital angelieferte Signale werden im Verstärker selbst gewandelt, mit 24 Bit und 96 Kilohertz und einer Datenrate bis 4608 kbit/s; analoge Quellen laufen unverändert über den Line-Weg. Vorgesehen ist die Karte für die Endstufen DSP 2-150 MKIII, DSP 2-750 MKIII und DSP 8-130 MKIII. Neben dem Hybridmodul führt Sonance eine rein analoge und eine rein digitale Karte, sodass sich jede Anlage auf die tatsächlich vorhandenen Quellen zuschneiden lässt. Für Projekte, in denen sich die Zuspielung im Lauf der Jahre ändert oder in denen alte und neue Geräte nebeneinander stehen, ist das Hybridmodul die Karte mit dem geringsten Festlegungsdruck.
Analog und digital nebeneinander auf einer Karte
Das Hybrid Input Module bringt beide Welten auf denselben Einschub: analoge Line-Eingänge für Geräte mit klassischem Cinch-Ausgang, dazu einen optischen Toslink-Anschluss und einen koaxialen Digitaleingang. Damit muss in der Planung nicht vorab entschieden werden, welchen Weg die Zuspielung nimmt – die Entscheidung fällt beim Anschließen und lässt sich später revidieren. In der Praxis ist das der häufigste Fall: Im Technikschrank stehen ein Streamer mit digitalem Ausgang, ein älteres Gerät mit Cinch-Buchsen und ein Fernseher, dessen Tonausgang optisch ausgeführt ist. Eine reine Analogkarte zwingt hier zu Wandlern im Signalweg, eine reine Digitalkarte schließt die ältere Quelle aus. Die Hybridkarte nimmt beides an. Für Integratoren hat das einen zweiten Vorteil, der erst nach Jahren sichtbar wird: Wenn eine Quelle ersetzt wird und das Nachfolgegerät nur noch digital ausgibt, bleibt die Endstufe unangetastet. Zu bedenken bleibt lediglich, dass die Zahl der Eingänge begrenzt ist – wo viele Quellen gleichzeitig anliegen sollen, gehört eine Vorstufe oder ein Umschalter in die Planung. Ebenso gehört in die Vorplanung die Frage, welches Format die digitale Quelle liefert: Verarbeitet wird PCM, für mehrkanaligen Kinoton sind diese Endstufen nicht gedacht.
Die drei Einschubkarten der MKIII-Generation
Sonance führt für die MKIII-Endstufen drei Karten, die sich in genau einem Punkt unterscheiden: welche Art von Signal sie annehmen. Das Analogmodul heißt AIM, das Digitalmodul DIM, und das hier beschriebene Hybridmodul trägt das Kürzel HIM. Wer diese drei Kürzel auseinanderhält, kann eine Anlage sauber zuschneiden. Für eine reine Musikinstallation mit Streamer und ohne analoge Altgeräte genügt die digitale Karte; wo ausschließlich Cinch-Quellen anliegen, ist die analoge Karte die schlankere Lösung; überall dort, wo beides vorkommt oder wo sich der Bestand ändern kann, ist das Hybridmodul die richtige Wahl. Wichtig für die Bestellung: Diese Karten gehören zur MKIII-Generation und sind nicht mit den Einschüben der älteren Endstufen austauschbar. Ob eine bestimmte Endstufe die gewünschte Karte bereits an Bord hat oder ob sie getrennt zu bestellen ist, lässt sich den öffentlich verfügbaren Unterlagen nicht widerspruchsfrei entnehmen und sollte vor der Bestellung bestätigt werden. Für die Praxis heißt das: Halten Sie in der Projektliste fest, welche der drei Karten in welchem Gerät steckt – im Servicefall ist das die schnellste Auskunft, und im Zweifel erspart sie eine Anfahrt.
Wandlung im Verstärker und Loop-Ausgänge
Kommt ein Signal digital an, wird es nicht in der Kette davor, sondern im Verstärker selbst in eine hörbare Spannung zurückverwandelt – mit 24 Bit, 96 Kilohertz und einer Datenrate bis 4608 kbit/s. Das ist mehr, als Musikdateien und Streamingdienste üblicherweise liefern, und bedeutet für die Planung, dass die Wandlung an dieser Stelle keine Grenze setzt. Der praktische Gewinn liegt weniger in den Zahlen als in der Wegführung: Zwischen der Wandlung und den Leistungsstufen liegen wenige Zentimeter Leiterbahn statt mehrerer Meter Kabel durch ein Gebäude. Ergänzend stellt die Karte Loop-Ausgänge bereit, die dasselbe Quellsignal an ein weiteres Gerät weitergeben. In größeren Installationen versorgt so eine einzige Quelle mehrere Endstufen, ohne dass ein separater Verteiler in den Schrank muss. Für die Auslegung heißt das: Prüfen Sie früh, wie viele Endstufen an derselben Quelle hängen sollen, und legen Sie die Reihenfolge der Durchschleifung fest, bevor die Verkabelung entsteht – nachträglich umzustecken ist im gefüllten Schrank aufwendiger, als es klingt. Zu bedenken ist außerdem, dass eine durchgeschleifte Quelle in allen angeschlossenen Zonen dasselbe Programm abspielt; getrennte Inhalte je Raum verlangen getrennte Quellen.
Planung, Einbau und Bezug über mediacraft
Die Karte gehört in die Endstufen DSP 2-150 MKIII, DSP 2-750 MKIII und DSP 8-130 MKIII; für ältere Baureihen ist sie nicht vorgesehen. Der Einschub sitzt an der Geräterückseite; entsprechend muss die Rückseite im eingebauten Zustand erreichbar bleiben oder das Gerät sich herausziehen lassen. Wer das im Schrankaufbau vorsieht, spart sich später eine Demontage. Ebenfalls in die Planung gehört die Tiefe hinter dem Gerät: Ein gesteckter Toslink-Stecker verträgt keinen engen Radius, und ein abgeknicktes Lichtleiterkabel fällt erst im Betrieb auf. Vor dem Öffnen wird das Gerät vom Netz getrennt. mediacraft liefert das Hybrid Input Module an Fachhandel, Installationsbetriebe, Planer und Architekten und hilft bei der Vorauswahl zwischen analogem, digitalem und hybridem Einschub – die Entscheidung fällt nicht am Verstärker, sondern an der Liste der Quellen, die im Projekt tatsächlich anliegen. Ist unklar, ob die vorhandene Endstufe bereits eine Karte trägt, klärt mediacraft das vor der Bestellung. Für Architekten ist vor allem der Platzbedarf hinter dem Gerät zu berücksichtigen, der über die reine Gerätetiefe hinausgeht, sobald Stecker und Kabelbögen dazukommen.
Technische Daten Hybrid Input Module MKIII
| Bauart | Einschubkarte mit analogen und digitalen Eingängen für Sonance DSP MKIII-Endstufen |
|---|---|
| Besonderheiten | Analoge Line-Eingänge, Toslink optisch und koaxial digital; Loop-Ausgänge; Wandler 24 Bit / 96 kHz, bis 4608 kbit/s; analog und PCM; Ausführung schwarz; passend zu Sonance DSP 2-150 MKIII, DSP 2-750 MKIII und DSP 8-130 MKIII; Schwestermodule AIM (analog) und DIM (digital) |