Russound AB-3.2 – Vorrangschaltung ohne Bedienung
Russound · AB Serie Lautsprecherumschalter

Russound AB-3.2 – Vorrangschaltung ohne Bedienung

Der AB-3.2 übernimmt dieselbe Grundaufgabe wie der manuelle AB-2.2, erledigt sie aber selbsttätig: Er schaltet ein Lautsprecherpaar zwischen zwei verstärkten Quellen um, sobald an der vorrangigen Quelle ein Signal anliegt, und gibt die Standardquelle nach deren Ende wieder frei. Die Ansprechschwelle liegt bei mindestens 15 Millivolt, die Empfindlichkeit lässt sich einstellen, und die Abschaltverzögerung ist zwischen 0 und 30 Sekunden wählbar. Belastbar ist das Gerät mit 200 Watt pro Kanal an 8 Ohm und 100 Watt pro Kanal an 4 Ohm. Betriebs- und Status-LED zeigen an, welche Quelle gerade durchgeschaltet ist. Versorgt wird der Umschalter mit 12 Volt Gleichspannung bei 300 Milliampere; das Netzteil liegt bei. Angeschlossen wird über abnehmbare Steckklemmen für Leiter bis 14 AWG, wobei alle Anschlüsse auf einer Seite liegen. Die Bauform passt in gängige Verteilerschränke der strukturierten Verkabelung. Innerhalb der Serie ist er die selbsttätige Ausführung neben dem manuellen AB-2.2.

Vorrang ohne Bedienung – die Umschaltung erkennt das Signal

Der AB-3.2 hört mit. Er überwacht den vorrangigen Eingang und schaltet das angeschlossene Lautsprecherpaar auf diese Quelle, sobald dort ein Signal auftaucht; endet die Wiedergabe, kehrt er zur Standardquelle zurück. Der Nutzer bemerkt davon idealerweise nichts, außer dass immer das zu hören ist, was gerade läuft. In der Anwendung ist das meist der Fernsehton, der die Hausmusik verdrängen soll, oder eine Durchsageanlage, die Vorrang vor der Hintergrundbeschallung hat. Die Schwelle, ab der das Gerät anspricht, liegt bei mindestens 15 Millivolt. Diese Zahl ist für die Planung wichtiger, als sie wirkt: Sie beschreibt, wie leise eine Quelle noch sein darf, damit die Umschaltung sicher auslöst. Eine sehr leise gefahrene Quelle löst unter Umständen nicht zuverlässig aus, eine sehr laute dagegen kann bereits durch Störgeräusche im Signalweg auslösen. Deshalb ist die Empfindlichkeit einstellbar und gehört zur Inbetriebnahme, nicht in die Kategorie einmalig richtig ab Werk. Für die Auslegung heißt das, den Pegel der vorrangigen Quelle bereits bei der Planung festzulegen und ihn später nicht ohne Grund zu verändern, weil sich sonst das Schaltverhalten mit ändert.

Empfindlichkeit und Abschaltverzögerung richtig einstellen

Zwei Einstellungen entscheiden darüber, ob die Automatik im Alltag als angenehm oder als lästig empfunden wird. Die erste ist die Empfindlichkeit: Sie muss so gewählt werden, dass leise Passagen der vorrangigen Quelle die Umschaltung noch halten, ohne dass Rauschen oder Einstreuungen sie fälschlich auslösen. Die zweite ist die Abschaltverzögerung, wählbar zwischen 0 und 30 Sekunden. Sie bestimmt, wie lange das Gerät nach dem letzten Signal auf der vorrangigen Quelle verharrt, bevor es zurückschaltet. Wird sie zu kurz gewählt, springt die Anlage bei jeder Sprechpause hin und her – ein Verhalten, das Nutzer schnell als Fehler melden. Wird sie zu lang gewählt, bleibt die Hausmusik nach dem Ausschalten des Fernsehers minutenlang stumm. Für Fernsehton haben sich Werte im oberen Bereich bewährt, für Durchsagen eher kurze. Beide Einstellungen gehören dokumentiert, weil sie nach dem Verschließen des Schranks nicht mehr im Blick sind und bei einer späteren Reklamation die erste Stelle sind, an der jemand nachsehen muss. Sinnvoll ist es, beide Einstellungen bei der Übergabe gemeinsam mit dem Nutzer zu erproben: Ein kurzer Durchlauf mit echtem Programmmaterial deckt Fehleinstellungen zuverlässiger auf als jede Messung.

Einbau im Verteilerschrank und Anschlusstechnik

Der AB-3.2 ist für den Verteiler gedacht, nicht für den Wohnraum: Seine Bauform passt in gängige Schränke der strukturierten Verkabelung, wo er neben Patchfeld und Netzwerktechnik seinen Platz findet. Alle Anschlüsse liegen auf einer Seite – ein Detail, das die Kabelführung im Schrank erheblich vereinfacht, weil nichts um das Gerät herumgeführt werden muss und der Deckel ohne Zug auf den Leitungen schließt. Verbunden wird über abnehmbare Steckklemmen für Leiter bis 14 AWG, die sich außerhalb bestücken und erst danach aufstecken lassen. Anders als der rein passive AB-2.2 braucht dieses Gerät eine Versorgung: 12 Volt Gleichspannung bei 300 Milliampere, das Netzteil liegt bei. Für die Planung heißt das, dass im Schrank eine Steckdose oder ein Platz für das Netzteil vorzusehen ist – ein Punkt, der in fertigen Verteilern regelmäßig fehlt. Betriebs- und Status-LED zeigen an, welche Quelle durchgeschaltet ist; sie sind bei der Fehlersuche die schnellste Auskunft und sollten deshalb sichtbar bleiben. Wer den Schrank mit geschlossener Tür plant, sollte den Einbauort so wählen, dass sich die Anzeigen ohne Werkzeug einsehen lassen.

Einsatz, Abgrenzung und Bezug über mediacraft

Belastbar ist der AB-3.2 mit 200 Watt pro Kanal an 8 Ohm und 100 Watt pro Kanal an 4 Ohm – die niedrigere Zahl gilt, sobald niederohmige Lautsprecher angeschlossen sind, und ist die maßgebliche für die Auslegung. Typische Einsatzorte sind Wohnräume, in denen Fernsehton und Multiroom-Zuspielung auf dieselben Einbaulautsprecher arbeiten, sowie gewerbliche Anlagen, in denen eine Durchsage der Hintergrundmusik vorgehen muss. Die Abgrenzung zur Serie ist klar: Wo bewusst und sichtbar umgeschaltet werden soll, ist der manuelle AB-2.2 die richtige Wahl, wo ein Bedienelement in der Wand gewünscht ist, der AB-1.2. Der AB-3.2 ist dort richtig, wo niemand an das Umschalten denken soll. mediacraft liefert den Russound AB-3.2 an Fachhandel, Installationsbetriebe, Planer und Architekten und unterstützt bei der Auslegung nach Lautsprecherimpedanz, bei der Einstellung von Empfindlichkeit und Verzögerung sowie bei der Frage, ob die Vorrangschaltung besser im Verteiler oder im Verstärker selbst gelöst wird. Manche Endstufen bringen eine solche Logik bereits mit; dann wird das zusätzliche Gerät überflüssig, und der Schrank bleibt übersichtlicher.

Technische Daten AB-3.2

BauartAutomatischer A/B-Lautsprecherumschalter mit Signalerkennung
Belastbarkeit200 W pro Kanal an 8 Ω · 100 W pro Kanal an 4 Ω
Impedanz8 Ω / 4 Ω
BesonderheitenAutomatische Umschaltung zwischen zwei verstärkten Quellen, die lokale Quelle übersteuert die Standardquelle und gibt sie danach wieder frei; Ansprechschwelle mindestens 15 mV; Empfindlichkeit einstellbar; Abschaltverzögerung 0–30 s; Betriebs- und Status-LED; Versorgung 12 V DC / 300 mA, Netzteil im Lieferumfang; abnehmbare Steckklemmen bis 14 AWG, alle Anschlüsse auf einer Seite; passend für gängige Verteilerschränke der strukturierten Verkabelung

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