Hyperion Penta – fünf Kanäle mit 230 Watt für Front und Surround
AudioControl · Hyperion Serie

Hyperion Penta – fünf Kanäle mit 230 Watt für Front und Surround

Der AudioControl Hyperion Penta ist die mittlere Endstufe der Hyperion Serie und stellt fünf Kanäle mit je 230 Watt an 8 Ohm und 300 Watt an 4 Ohm bereit. Damit versorgt ein einziges Gerät die klassische Fünfkanalanordnung aus drei Frontlautsprechern und zwei Surround-Kanälen. Werden zwei Kanäle gebrückt, stehen an dieser Stelle 600 Watt an 8 Ohm zur Verfügung; daraus ergeben sich neben dem Fünfkanalbetrieb eine 3.1-Aufteilung und ein Dreikanalbetrieb. Das Signal erreicht den Penta symmetrisch über XLR, unsymmetrisch über Cinch oder digital über Dante, wo fünf Kanäle auf einer einzigen Netzwerkleitung liegen. Das Class-H-Netzteil führt die Betriebsspannung dem Signal nach, hält das Gerät kühl und macht einen Lüfter entbehrlich. Der Übertragungsbereich reicht von 10 Hertz bis 20 Kilohertz bei ±1 Dezibel, der Dämpfungsfaktor liegt über 450. Mit drei Höheneinheiten und 19,5 Kilogramm ist der Penta die naheliegende Wahl, wenn eine vollständige Front mit Surround-Ebene aus einem Gerät kommen soll.

Fünf Kanäle decken die klassische Anordnung ab

Die verbreitetste Anordnung im Heimkino besteht aus drei Lautsprechern vorn – links, Mitte, rechts – und zwei Surround-Kanälen hinten oder seitlich. Der Hyperion Penta versorgt genau diese fünf Wege aus einem Gehäuse, mit je 230 Watt an 8 Ohm oder 300 Watt an 4 Ohm. Das erspart ein zweites Gerät im Rack und macht die Verkabelung übersichtlich, weil alle Lautsprecherleitungen an einem Ort zusammenlaufen. Wer statt fünf getrennter Wege lieber Kraft an einer Stelle bündelt, brückt zwei Kanäle zu einem Monokanal mit 600 Watt an 8 Ohm. Daraus ergeben sich die drei Betriebsarten, die der Hersteller nennt: fünf getrennte Kanäle, eine 3.1-Aufteilung mit drei Kanälen und einem gebrückten Bassweg oder ein Dreikanalbetrieb. Für die 3.1-Aufteilung steht eine Trennung nach Linkwitz-Riley mit 24 Dezibel je Oktave bereit, die den Bassweg sauber von den übrigen Kanälen abgrenzt. Die Mindestlast beträgt 4 Ohm je Kanal und 8 Ohm im Brückenbetrieb. Angeschlossen werden die Lautsprecher an 5-Weg-Polklemmen, die auch kräftige Leitungsquerschnitte aufnehmen. Weil sich die Aufteilung ohne Gerätetausch ändern lässt, bleibt eine Anlage anpassbar, wenn sich die Nutzung des Raums verschiebt. Die Zuordnung der Wege bleibt dabei Sache der vorgeschalteten Stufe; die Endstufe verstärkt, was sie bekommt.

Fünf Kanäle Netzwerkaudio auf einer Leitung

Der Penta nimmt sein Signal auf drei Wegen an: symmetrisch über fünf XLR-Eingänge, unsymmetrisch über fünf Cinch-Eingänge mit Durchschleifausgang oder digital über Dante. Auf dem Netzwerkweg liegen alle fünf Kanäle auf einer einzigen Leitung – statt fünf abgeschirmter Audiokabel zwischen Vorstufe und Endstufe genügt eine Netzwerkstrecke. Bei fünf Wegen wiegt das schwerer als beim kleineren Schwestermodell. Die Eingangsempfindlichkeit liegt bei 1,42 Volt effektiv für Vollaussteuerung, die Eingangsimpedanz bei 100 Kiloohm, und bis 2,7 Volt effektiv bleibt Abstand zu üblichen Ausgangspegeln. Vorausgesetzt wird ein eigens ausgelegtes Audionetzwerk mit getrenntem Verkehr und gemeinsamer Zeitbasis. Die analogen Durchschleifausgänge geben dasselbe Signal unverändert an ein weiteres Gerät weiter, was den Aufbau erleichtert, wenn später eine zweite Endstufe für Deckenkanäle hinzukommt. Beide Wege bestehen nebeneinander, sodass eine Anlage zunächst analog aufgebaut und später auf das Netzwerk umgestellt werden kann, ohne dass das Gerät getauscht werden muss. Wer eine Anlage zunächst analog aufbaut, verliert damit nichts und kann den Netzwerkweg später nachrüsten.

Class H hält das Gerät kühl

Eine Endstufe mit fünf Kanälen erzeugt im Betrieb mehr Wärme als eine mit vier – jedenfalls dann, wenn sie herkömmlich aufgebaut ist und ihre Betriebsspannung unabhängig vom Signal auf voller Höhe hält. Der Penta arbeitet anders: Das Class-H-Netzteil führt die Spannung dem Signal nach und stellt nur bereit, was der Augenblick verlangt. In leisen Passagen läuft es auf niedriger Stufe, bei Pegelspitzen schaltet es hoch. Das Gerät kommt damit ohne Lüfter aus und ist im Rack keine Geräuschquelle. Für den Einbau nennt der Hersteller eine klare Grenze: Höchstens zwei Geräte dürfen unmittelbar aufeinandergesetzt werden, darüber hinaus gehört je eine Höheneinheit über und unter den Stapel. Die elektrischen Werte bleiben davon unberührt. Der Klirrfaktor beträgt 0,04 Prozent bei 230 Watt an 8 Ohm über den gesamten Bereich von 20 Hertz bis 20 Kilohertz, der Störabstand liegt über 102 Dezibel A-bewertet bei Vollaussteuerung, und der Dämpfungsfaktor von über 450 führt die Membran auch nach dem Impuls sicher zurück. Der Übertragungsbereich reicht von 10 Hertz bis 20 Kilohertz bei ±1 Dezibel. Im Rack bedeutet das: kein Lüftergeräusch, das sich in leisen Passagen bemerkbar macht, und keine Wärmequelle, die den Schrank aufheizt und benachbarte Geräte belastet.

Einordnung und Bezug über mediacraft

Innerhalb der Hyperion Serie steht der Penta zwischen dem vierkanaligen Tetra und dem siebenkanaligen Hepta. Alle drei liefern dieselbe Leistung je Kanal und tragen dieselbe Technik, sodass sich eine Anlage aus mehreren Geräten zusammensetzen lässt, ohne dass ein Bruch im Klangbild entsteht. Die Wahl richtet sich nach der Zahl der Wege: Fünf Kanäle decken Front und Surround-Ebene ab; für Deckenlautsprecher kommt das größere Modell hinzu. Ein Trigger-Anschluss mit 12 Volt nimmt den Penta in die Schaltlogik der Anlage auf, wahlweise über eine Spannung oder einen potentialfreien Kontakt. Mit 432 mal 419 mal 133 Millimetern belegt er drei Höheneinheiten und wiegt 19,5 Kilogramm; mit angesetzten Rackwinkeln misst er 483 Millimeter in der Breite. Die Prozessoren derselben Serie geben ihr Signal ebenfalls über Dante aus, sodass die Kette durchgehend digital bleiben kann. In Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG die Hyperion Serie als offizieller Vertriebspartner und begleitet Fachhandel, Installationsbetriebe, Planer und Architekten bei der Auslegung. Beide Zuführungen lassen sich dabei gleichzeitig verkabeln, sodass ein Wechsel keine neue Leitung verlangt.

Technische Daten Hyperion Penta

Bauart5-Kanal-Endstufe in Class-H-Technik mit Dante, Hyperion Serie
Frequenzgang10 Hz – 20 kHz (±1 dB)
Belastbarkeit5 × 230 W an 8 Ω · 5 × 300 W an 4 Ω · gebrückt 600 W an 8 Ω
ImpedanzMindestlast 4 Ω je Kanal, im Brückenbetrieb 8 Ω
Abmessungen432 × 419 × 133 mm (B × T × H, 3 HE); mit Rackwinkeln 483 mm breit
Gewicht19,5 kg
BesonderheitenClass-H-Netzteil mit dynamischer Leistungszuteilung; Dante über RJ45 mit 5 Kanälen; 5 × XLR symmetrisch und 5 × Cinch unsymmetrisch mit Durchschleifausgang; Eingangsempfindlichkeit 1,42 Vrms, Eingangsimpedanz 100 kΩ; 5-Weg-Polklemmen; Klirrfaktor 0,04 % bei 230 W an 8 Ω; Dämpfungsfaktor über 450; Störabstand über 102 dB (A-bewertet); Trennflanke Linkwitz-Riley 24 dB je Oktave; +12-V-Trigger ein und aus; Betriebsarten 5-Kanal, 3.1 und 3-Kanal

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