Hyperion Hepta – sieben Kanäle mit 230 Watt für die vollständige Anlage
AudioControl · Hyperion Serie

Hyperion Hepta – sieben Kanäle mit 230 Watt für die vollständige Anlage

Der AudioControl Hyperion Hepta ist die größte Endstufe der Hyperion Serie und stellt sieben Kanäle mit je 230 Watt an 8 Ohm und 300 Watt an 4 Ohm bereit. Damit versorgt ein einziges Gerät eine vollständige Anlage aus drei Frontlautsprechern, zwei Surround- und zwei rückwärtigen Kanälen – oder eine Fünfkanalanordnung mit zusätzlichen Deckenlautsprechern. Die Kanäle sechs und sieben lassen sich zu einem Monokanal mit 600 Watt an 8 Ohm brücken, während die Kanäle drei, vier und fünf unabhängig bleiben; daraus ergeben sich der Siebenkanalbetrieb, eine 5.1-Aufteilung und ein Fünfkanalbetrieb. Das Signal erreicht den Hepta symmetrisch über XLR, unsymmetrisch über Cinch oder digital über Dante, wo sieben Kanäle auf einer einzigen Netzwerkleitung liegen. Das Class-H-Netzteil hält das Gerät trotz sieben Kanälen kühl und macht einen Lüfter entbehrlich. Mit drei Höheneinheiten und 19,5 Kilogramm bleibt der Hepta so kompakt wie das mittlere Modell der Reihe. Gebrückt werden ausschließlich die Kanäle sechs und sieben.

Sieben Kanäle aus einem Gehäuse

Sobald eine Anlage über die verbreitete Fünfkanalanordnung hinauswächst, steigt die Zahl der Verstärkerkanäle schnell. Zwei rückwärtige Lautsprecher oder ein Paar Deckenlautsprecher bedeuten zwei Kanäle mehr, und damit wäre bei kleineren Endstufen ein zweites Gerät fällig. Der Hyperion Hepta nimmt diese Wege in ein einziges Gehäuse und liefert je 230 Watt an 8 Ohm oder 300 Watt an 4 Ohm. Das hält die Anlage übersichtlich: ein Rackplatz, ein Stromanschluss, eine Stelle, an der alle Lautsprecherleitungen zusammenlaufen. Die Kanäle sechs und sieben lassen sich zu einem Monokanal mit 600 Watt an 8 Ohm brücken, während die Kanäle drei, vier und fünf ausdrücklich unabhängig bleiben. Daraus ergeben sich die drei Betriebsarten, die der Hersteller nennt: sieben getrennte Kanäle, eine 5.1-Aufteilung mit gebrücktem Bassweg oder ein Fünfkanalbetrieb. Für die 5.1-Aufteilung steht eine Trennung nach Linkwitz-Riley mit 24 Dezibel je Oktave bereit. Die Mindestlast beträgt 4 Ohm je Kanal und 8 Ohm im Brückenbetrieb; angeschlossen wird an 5-Weg-Polklemmen. Für die Planung heißt das, dass die Zuordnung der Lautsprecher zu den Kanälen nicht beliebig ist und vor der Verkabelung feststehen sollte.

Sieben Kanäle Netzwerkaudio auf einer Leitung

Der Hepta nimmt sein Signal symmetrisch über sieben XLR-Eingänge, unsymmetrisch über sieben Cinch-Eingänge mit Durchschleifausgang oder digital über Dante an. Auf dem Netzwerkweg liegen alle sieben Kanäle auf einer einzigen Leitung, und hier zeigt sich der Vorteil am deutlichsten: Sieben abgeschirmte Audioleitungen zwischen Vorstufe und Endstufe sind ein erheblicher Aufwand, eine Netzwerkstrecke ist es nicht. Die Eingangsempfindlichkeit liegt bei 1,42 Volt effektiv für Vollaussteuerung, die Eingangsimpedanz bei 100 Kiloohm, und bis 2,7 Volt effektiv bleibt Abstand zu üblichen Ausgangspegeln. Vorausgesetzt wird ein eigens ausgelegtes Audionetzwerk mit getrenntem Verkehr und gemeinsamer Zeitbasis; ein gewöhnliches Datennetz erfüllt das nicht ohne Weiteres. Die analogen Durchschleifausgänge geben dasselbe Signal unverändert weiter, was hilft, wenn für zusätzliche Wege später ein weiteres Gerät hinzukommt. Beide Zuführungen bestehen nebeneinander, sodass sich eine Anlage später auf das Netzwerk umstellen lässt, ohne das Gerät zu tauschen. Wer eine Anlage zunächst analog aufbaut, verliert damit nichts und kann den Netzwerkweg später nachrüsten, ohne das Gerät zu tauschen.

Class H: sieben Kanäle ohne Lüfter

Sieben Verstärkerkanäle in drei Höheneinheiten wären mit herkömmlicher Technik ein Wärmeproblem. Der Hepta löst es über die Class-H-Auslegung: Das Netzteil führt die Betriebsspannung dem Signal nach, statt sie dauerhaft auf voller Höhe zu halten. In leisen Passagen arbeitet es auf niedriger Stufe, bei Pegelspitzen schaltet es hoch. Was der Lautsprecher nicht braucht, wird also nicht in Wärme umgesetzt. Die Folge ist ein Gerät, das ohne Lüfter auskommt – bei einer Endstufe dieser Kanalzahl ist das der eigentliche Gewinn, denn ein Lüftergeräusch fällt im leisen Film sofort auf. Für den Einbau nennt der Hersteller eine klare Grenze: Höchstens zwei Geräte dürfen unmittelbar aufeinandergesetzt werden, darüber hinaus gehört je eine Höheneinheit über und unter den Stapel. Die elektrischen Werte bleiben unberührt: Klirrfaktor 0,04 Prozent bei 230 Watt an 8 Ohm über den gesamten Bereich von 20 Hertz bis 20 Kilohertz, Störabstand über 102 Dezibel A-bewertet, Dämpfungsfaktor über 450 und ein Übertragungsbereich von 10 Hertz bis 20 Kilohertz bei ±1 Dezibel. Im Rack bedeutet das: kein Lüftergeräusch in leisen Passagen und keine Wärmequelle, die den Schrank aufheizt und benachbarte Geräte belastet.

Einordnung und Bezug über mediacraft

Innerhalb der Hyperion Serie ist der Hepta das größte der drei Endstufenmodelle; Tetra und Penta bieten vier und fünf Kanäle bei gleichen Leistungswerten je Kanal. Bemerkenswert ist, dass der Hepta dieselben Außenmaße und dasselbe Gewicht hat wie der Penta – zwei zusätzliche Kanäle kosten hier keinen zusätzlichen Rackplatz. Alle drei Modelle tragen dieselbe Technik, sodass sich sehr große Anlagen aus mehreren Geräten zusammensetzen lassen, ohne dass ein Bruch im Klangbild entsteht. Ein Trigger-Anschluss mit 12 Volt nimmt den Hepta in die Schaltlogik der Anlage auf, wahlweise über eine Spannung oder einen potentialfreien Kontakt. Mit 432 mal 419 mal 133 Millimetern belegt er drei Höheneinheiten und wiegt 19,5 Kilogramm; mit Rackwinkeln misst er 483 Millimeter in der Breite. Die Prozessoren derselben Serie geben ihr Signal ebenfalls über Dante aus, sodass die Kette durchgehend digital bleiben kann. In Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG die Hyperion Serie als offizieller Vertriebspartner und begleitet Fachhandel, Installationsbetriebe, Planer und Architekten bei der Auslegung. Reicht auch diese Kanalzahl nicht, lassen sich mehrere Geräte der Reihe kombinieren und über dasselbe Netzwerk speisen.

Technische Daten Hyperion Hepta

Bauart7-Kanal-Endstufe in Class-H-Technik mit Dante, Hyperion Serie
Frequenzgang10 Hz – 20 kHz (±1 dB)
Belastbarkeit7 × 230 W an 8 Ω · 7 × 300 W an 4 Ω · gebrückt 600 W an 8 Ω
ImpedanzMindestlast 4 Ω je Kanal, im Brückenbetrieb 8 Ω
Abmessungen432 × 419 × 133 mm (B × T × H, 3 HE); mit Rackwinkeln 483 mm breit
Gewicht19,5 kg
BesonderheitenClass-H-Netzteil mit dynamischer Leistungszuteilung; Dante über RJ45 mit 7 Kanälen; 7 × XLR symmetrisch und 7 × Cinch unsymmetrisch mit Durchschleifausgang; Eingangsempfindlichkeit 1,42 Vrms, Eingangsimpedanz 100 kΩ; 5-Weg-Polklemmen; Kanäle 6 und 7 brückbar, Kanäle 3, 4 und 5 arbeiten unabhängig; Klirrfaktor 0,04 % bei 230 W an 8 Ω; Dämpfungsfaktor über 450; Störabstand über 102 dB (A-bewertet); Trennflanke Linkwitz-Riley 24 dB je Oktave; +12-V-Trigger ein und aus; Betriebsarten 7-Kanal, 5.1 und 5-Kanal

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