B-System · Serie

Wallboxx 2. Generation universal: für Mauerwerk und Beton

Das Bauteil für die massive Wand

Diese Reihe ist für den Fall gemacht, der im Trockenbau nicht vorkommt: eine Wand aus Stein oder Beton. Dort gibt es keinen Hohlraum, in den sich ein Gehäuse schieben lässt, sondern nur eine Aussparung, die vor dem Verputzen entsteht und danach nie wieder geöffnet wird. Der Grundkörper besteht deshalb aus EPS und EPP, läuft umlaufend um das Bauteil und verträgt Mörtel und Putz. Front- und Rückwand sind aus quarzbeschichteten OSB-Platten gefertigt, innen liegt grauer Noppenschaumstoff zur Dämpfung. Sieben Größen deckt die Reihe ab, mit Innenvolumen von 7,60, 12,60, 11,40, 18,00, 24,70, 31,40 und 44,80 Litern. Das ist der größte Volumenbereich unter den Lautsprecher-Einbaugehäusen dieses Herstellers, und er reicht bis zu Anwendungen, bei denen sonst ein freistehendes Möbel nötig wäre. Für den Endkunden heißt das ein Einbau, der in einer Massivwand überhaupt erst möglich wird. Planer und Architekten bekommen ein Bauteil, das sich in die Rohbauplanung einfügt. Der Fachhandel bekommt eine Position, die früh im Projekt entschieden werden muss, weil sie vor dem Putz liegt. Wer sie zu spät anmeldet, braucht einen Stemmer. Damit ist sie die einzige Reihe im Sortiment, deren Termin im Bauablauf steht und nicht beim Kunden. Alles andere lässt sich nachholen, diese Entscheidung nicht.

Sieben Größen, eine Tiefe

Die Außenmaße folgen drei Höhen und mehreren Längen, bei durchgehend 125 Millimetern Tiefe. Die beiden flachen Formate messen 390 mal 290 und 590 mal 290 Millimeter. Darüber liegen 390 mal 390, 590 mal 390, 790 mal 390, 990 mal 390 und 1390 mal 390 Millimeter. Die lichte Einbautiefe beträgt bei allen sieben Größen 112,5 Millimeter. Das ist die bemerkenswerte Eigenschaft dieser Reihe: Die Tiefe der Aussparung ist immer dieselbe, unabhängig davon, welche Größe gewählt wird. Nur Fläche und Volumen ändern sich. Für die Baustelle heißt das eine einzige Tiefenangabe für alle Stellen eines Projekts. Die zulässigen Ausschnitte reichen von 290 mal 190 Millimetern beim kleinsten Format bis 1290 mal 290 Millimetern beim größten. Dazwischen liegen 490 mal 190, 290 mal 290, 490 mal 290, 690 mal 290 und 890 mal 290 Millimeter. Gewählt wird nach dem empfohlenen Volumen des Lautsprechers und nach der Größe seiner Blende, und die Bautiefe von 112,5 Millimetern ist dabei die feste Grenze, die nicht verhandelbar ist. Prüfen Sie zusätzlich die Wandstärke, weil eine Aussparung von 125 Millimetern bei einer tragenden Wand mit dem Tragwerk abzustimmen ist.

Werkseitig geschlossene Front

Eine Besonderheit der zweiten Generation betrifft die Front. Seit Anfang 2021 hat das Bauteil ab Werk ein Zentrumsloch von 30 Millimetern, und der eigentliche Ausschnitt entsteht vor Ort. Das klingt nach Mehrarbeit, ist aber die richtige Reihenfolge für eine Massivwand. Die Aussparung wird gestemmt, bevor der Lautsprecher endgültig festgelegt ist, und eine geschlossene Front lässt sich beim Verputzen nicht beschädigen. Erst wenn das Modell feststeht, wird die Öffnung passend geschnitten, und das Zentrumsloch markiert dabei die Mitte. Wer das nicht selbst machen will, kann vorgefertigte Aussparungen ab Werk bekommen; dann muss das Lautsprechermodell aber bei der Bestellung bekannt sein. Für die Leitungen gibt es feste Ausbruchstellen für Leerrohre mit 20 und 25 Millimetern. Auch hier gilt: Sie werden geöffnet, nicht geschnitten, damit die Hülle sonst geschlossen bleibt. Eine Installationsanleitung liegt bei. Sondergrößen nennt der Hersteller auf Anfrage, und bei einer Nische mit festem Maß ist das oft der kürzere Weg. Prüfen Sie vor der Bestellung, welcher der beiden Wege zum Projekt passt. Steht das Modell fest, spart die Fertigung ab Werk Zeit auf der Baustelle.

Ohne Nachweis, und der Weg zum Bezug

Zwei Angaben gehören mit Quelle weitergegeben. Die erste ist das Brandverhalten: Der Hersteller nennt die Klasse B1, ohne dazu eine Norm oder ein Prüfzeugnis anzugeben. Wo dazu eine Anforderung besteht, ist der Nachweis vorab anzufordern und nicht vorauszusetzen. Die zweite betrifft Sondergrößen, die laut Hersteller möglich sind, ohne dass ein Maßbereich genannt wird; auch das ist zu erfragen und nicht zu schätzen. Dazu eine echte Grenze: Diese Reihe ist für gemauerte und betonierte Wände bestimmt. In eine Trockenbauwand gehört sie nicht, dafür führt der Hersteller eigene Reihen. In Deutschland und Österreich kommt diese Reihe über die mediacraft AG; dort gibt es Auskunft zur Größe, zur Frage Werksausschnitt oder Ausschnitt vor Ort und zum Nachweis für das Brandverhalten. Halten Sie je Stelle fest, welche Größe eingebaut wurde, wie groß die Öffnung geschnitten ist und welches Modell dahinter sitzt. In einer verputzten Wand ist das später nicht mehr zu ermitteln. Eine Aufnahme vor dem Verputzen ist dafür der einfachste Weg. Notieren Sie dazu den Raum und die Höhe über dem fertigen Boden. Zwei Zeilen je Stelle genügen dafür.