ISP Elite 32 Digital AES MK3 – digitale Signalführung bis zur Endstufe
Der StormAudio ISP Elite 32 Digital AES MK3 unterscheidet sich von der analogen Variante durch die Ausgangsschnittstelle: Die 32 Kanäle verlassen den Prozessor digital über AES/EBU, sodass die Wandlung erst in der Endstufe oder im aktiven Lautsprecher erfolgt. Das erhält die Signalqualität über lange Leitungswege und vermeidet Störeinflüsse zwischen Technikraum und Kinosaal. Verarbeitet werden bis zu 32 diskrete Kanäle in Auro-3D, Dolby Atmos, DTS:X Pro und IMAX Enhanced. Dirac Live Active Room Treatment gehört zum Lieferumfang und behandelt den Raum aktiv über alle Lautsprecher, ergänzt um das Expert Bass Management für mehrere Subwoofer. Die Plattform bleibt durch Hardware- und Softwareoptionen erweiterbar. Für Endkunden, Planer, Architekten und den Fachhandel ist diese Variante die Wahl überall dort, wo die Signalkette bis zur Endstufe digital bleiben soll und lange Leitungswege zwischen Technikraum und Kinosaal überbrückt werden müssen.
Digitale Signalführung über AES/EBU
Der entscheidende Unterschied zur analogen Ausführung liegt in der Ausgangsschnittstelle: Der ISP Elite 32 Digital AES MK3 gibt seine 32 Kanäle digital über AES/EBU aus. Die Wandlung von digital nach analog erfolgt damit nicht im Prozessor, sondern erst in der Endstufe oder im aktiven Lautsprecher. Für Planer hat das mehrere Konsequenzen. Erstens bleibt das Signal über die gesamte Strecke digital und damit unempfindlich gegen Einstreuungen – in Installationen, in denen Technikraum und Kinosaal weit auseinanderliegen oder Leitungen parallel zu Stromkabeln geführt werden müssen, ist das ein handfester Vorteil. Zweitens verlagert sich die Klangqualität der Wandlung auf die Endstufenseite, was bei hochwertigen aktiven Systemen sinnvoll ist, weil dort ohnehin eine eigene Wandlersektion arbeitet. Drittens vereinfacht sich die Verkabelung, da AES/EBU je Leitung zwei Kanäle überträgt und damit weniger Kabel nötig sind.
Signalverarbeitung vor der digitalen AES/EBU-Ausgabe
Unterstützt werden die aktuellen immersiven Tonformate: Auro-3D, Dolby Atmos, DTS:X Pro und IMAX Enhanced. Objektbasierte Formate platzieren Klänge frei im Raum, statt sie starr auf feste Kanäle zu verteilen – Voraussetzung dafür ist ein Prozessor, der genügend diskrete Kanäle verarbeitet und jeden Lautsprecher einzeln ansteuert. Für Endkunden macht sich das vor allem bei Filmen bemerkbar, deren Tonmischung Bewegungen im Raum abbildet: Objekte wandern nachvollziehbar über die Decke oder an den Seiten entlang, statt lediglich zwischen den Lautsprechern zu springen. IMAX Enhanced ergänzt dies um eine eigene Abstimmung für entsprechend veröffentlichte Titel. Besonders hervorzuheben ist Dirac Live Active Room Treatment, das bei Auslieferung bereits enthalten ist. Während klassische Raumkorrektur den Frequenzgang am Hörplatz glättet, geht dieses Verfahren weiter und behandelt den Raum selbst: Es nutzt alle angeschlossenen Lautsprecher gemeinsam, um Reflexionen und Raummoden aktiv entgegenzuwirken. Für den Zuhörer bedeutet das eine deutlich präzisere Ortung, einen definierteren Bass und ein Klangbild, das weniger vom Raum als vom Inhalt geprägt wird – gerade in Wohnräumen mit ungünstiger Geometrie oder großen Glasflächen bringt das mehr als jede Lautsprecheraufrüstung. Ergänzt wird die Kalibrierung durch das Expert Bass Management des Herstellers, das mehrere Subwoofer gemeinsam einbindet und den Tiefton über die Sitzplätze verteilt, statt einzelne Positionen zu bevorzugen. Für Integratoren ist das der praktische Kern der Plattform: Die Kalibrierung läuft schrittweise über eine geführte Oberfläche ab und liefert reproduzierbare Ergebnisse, statt von der Erfahrung des Einmessenden abzuhängen. Damit lässt sich auch in akustisch schwierigen Räumen ein Niveau erreichen, das ohne bauliche Maßnahmen sonst nicht möglich wäre.
Gleiche Plattform, andere Schnittstelle
Abgesehen von der Ausgangsschnittstelle entspricht dieses Modell den übrigen Geräten der Elite-Serie: gleiche Signalverarbeitung, gleiche Funktionsvielfalt, gleiche Bedienlogik. Die Plattform bleibt durch Hardware- und Softwareoptionen erweiterbar, die Anschlussmöglichkeiten reichen von analogem XLR über AES/EBU bis AES67 auf IP-Basis. Für Integratoren bedeutet das, dass sich die Entscheidung zwischen analoger und digitaler Ausgangsstufe allein am Projekt orientieren kann – an den Leitungslängen, an den eingesetzten Endstufen und an der Frage, wo die Wandlung stattfinden soll. Über die Netzwerkschnittstelle bindet sich der Prozessor in übergeordnete Steuerungen ein, lässt sich aus der Ferne überwachen und mit Aktualisierungen versorgen. Das Gehäuse belegt vier Höheneinheiten bei 13,3 Kilogramm Gewicht und ist für den Einbau in ein Standard-Rack vorgesehen.
Einsatzgebiete und Bezug über mediacraft
Der ISP Elite 32 Digital AES MK3 ist für Installationen gedacht, in denen die Signalkette bis zur Endstufe digital bleiben soll: große dedizierte Heimkinos mit separatem Technikraum, Vorführräume und Studios sowie Anlagen mit hochwertigen aktiven Lautsprechersystemen. Überall dort, wo lange Leitungswege oder eine schwierige Kabelführung die analoge Übertragung beeinträchtigen könnten, ist die digitale Variante die technisch sauberere Lösung. Für Planer und Integratoren ist die Entscheidung zwischen analoger und digitaler Ausführung früh zu treffen, weil sie die Auswahl der Endstufen mitbestimmt: Nur Geräte mit eigenem digitalem Eingang können die AES/EBU-Signale direkt verarbeiten, andernfalls sind zusätzliche Wandler nötig. Architekten sollten vier Höheneinheiten, die Bautiefe und ausreichende Belüftung im Technikraum einplanen. In Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG den StormAudio ISP Elite 32 Digital AES MK3 als offizieller Vertriebspartner und unterstützt Fachhandel, Installateure, Planer und Architekten bei Konfiguration, Endstufenauswahl, Einmessung und Systemeinbindung.
Technische Daten ISP Elite 32 Digital AES MK3
| Bauart | 32-Kanal AV-Prozessor mit digitalen AES/EBU-Ausgängen, ISP Elite MK3 Plattform |
|---|---|
| Belastbarkeit | Output channels 32 · Decoding / upmixing channels: up to 32 |
| Abmessungen | 46,58 × 44,2 × 17,6 cm (T × B × H, ohne Ohren, ohne Fuesse) – 4RU |
| Gewicht | 13,3 kg |
| Besonderheiten | Digitale Ausgangsstufe über AES/EBU – Wandlung erfolgt in der Endstufe oder im aktiven Lautsprecher; Auro-3D, Dolby Atmos, DTS:X Pro und IMAX Enhanced mit bis zu 32 diskreten Kanälen; Dirac Live Active Room Treatment im Lieferumfang; Expert Bass Management; aufrüstbare Plattform; Netzwerkanbindung für Steuerungsintegration, Fernüberwachung und Updates |