Russound SMZ16 – Matrix-Vorstufe für sechzehn Zonen, erweiterbar auf 96
Russound · Russound SMZ Serie

Russound SMZ16 – Matrix-Vorstufe für sechzehn Zonen, erweiterbar auf 96

Der Russound SMZ16 ist der Vorverstärker der SMZ-Serie und arbeitet als 16x16-Matrix: Sechzehn Quellen lassen sich frei auf sechzehn Zonen verteilen. Anders als der SMZ8 bringt er keine Endstufen mit, sondern gibt die Signale auf Line-Ebene aus – die Verstärkung übernehmen nachgeschaltete Endstufen, was die Leistung je Zone frei wählbar macht. Bluetooth und WLAN ergänzen die kabelgebundene Netzanbindung. Ein Hi-Res-Streamer mit AirPlay und Google Cast ist eingebaut, ein HDMI-Eingang mit ARC bindet den Fernseher ein, ein integriertes DSP mit siebenbandigem Equalizer und Lautsprecher-Presets übernimmt die Klanganpassung. Gesteuert wird über die Russound-App, das IPK-1-Bedienfeld oder das XTS7-Touchpanel. Für Endkunden, Planer, Architekten und den Fachhandel ist der SMZ16 die Zentrale großer Multiroom-Anlagen. Ethernet und RS-232 erlauben die Einbindung in übergeordnete Steuerungen, Trigger-Anschlüsse die geordnete Einschaltkette. Rackwinkel liegen bei.

Matrix statt fester Zuordnung – und ohne eigene Endstufen

Der SMZ16 arbeitet als 16x16-Matrix: Jede der sechzehn Quellen lässt sich jeder der sechzehn Zonen zuordnen, unabhängig voneinander und jederzeit änderbar. Das ist der Unterschied zu Systemen mit fester Verdrahtung, bei denen eine Umverteilung einen Eingriff in die Installation bedeutet. Der zweite wesentliche Unterschied zum SMZ8 liegt darin, dass der SMZ16 als Vorverstärker arbeitet und keine eigenen Endstufen mitbringt. Die Signale verlassen das Gerät auf Line-Ebene, verstärkt wird nachgeschaltet – etwa mit den Endstufen der D-Serie. Für Planer bedeutet das Freiheit bei der Leistungsauslegung: Eine große Wohnküche kann eine kräftigere Endstufe bekommen als ein Gästebad, statt dass alle Zonen dieselbe Leistung erhalten. Erweitern lässt sich das System bis zu einer 16x96-Matrix, sodass auch sehr große Objekte abgedeckt werden. Das Gehäuse misst 483 × 133 × 432 Millimeter bei 9,4 Kilogramm und belegt drei Höheneinheiten. Für Endkunden bleibt von dieser Technik im Alltag nur die Bedienung sichtbar; die gesamte Verteilung geschieht zentral, ohne dass in den Wohnräumen Geräte stehen müssten.

Streamer, HDMI-Eingang und Hi-Res für sechzehn Zonen

Der integrierte Hi-Res-Streamer beherrscht die gängigen Internetquellen und unterstützt sowohl AirPlay als auch Google Cast, sodass sich Inhalte direkt vom iPhone, iPad, Android-Gerät oder Rechner an das Gerät senden lassen – ohne Umweg über eine zusätzliche Box und ohne dass sich der Anwender auf ein Ökosystem festlegen müsste. Das ist im Alltag der entscheidende Punkt: In einem Haushalt mit unterschiedlichen Geräten funktioniert die Wiedergabe für alle gleich unkompliziert. Hinzu kommen Bluetooth für die schnelle Verbindung ohne Netzwerkzugang und die Wiedergabe lokaler Inhalte über UPnP aus dem Heimnetz. Unterstützt werden Auflösungen bis 24 Bit und 192 Kilohertz sowie die verbreiteten Dateiformate von MP3 über AAC bis FLAC und WAV. Ein HDMI-Eingang mit ARC bindet zusätzlich den Fernseher ein und synchronisiert Bild und Ton mit geringer Verzögerung, sodass keine Lippensynchronitätsprobleme entstehen. Für Integratoren entfällt damit eine ganze Gerätekategorie: Wo früher Zuspieler je Quelle einzeln beschafft und verkabelt werden mussten, genügt heute die Zentrale selbst.

Entzerrung je Zone und drei gleichwertige Bedienwege

Ein integriertes DSP mit siebenbandigem grafischem Equalizer erlaubt die Anpassung an den jeweiligen Raum; für Lautsprecher von Russound sind Presets hinterlegt, die als Ausgangspunkt dienen und den Einmessaufwand verkürzen. Bei sechzehn Zonen ist das ein erheblicher Zeitgewinn, weil jede Zone eigene akustische Verhältnisse mitbringt und eine Anpassung von Grund auf entsprechend lange dauern würde. Drei Bedienwege stehen gleichberechtigt nebeneinander, vom Telefon über das Wandbedienfeld bis zum Touchpanel. Für Endkunden ist die Wahlfreiheit wichtiger, als es zunächst klingt: Wer eine App bevorzugt, nutzt sie; wer lieber ein festes Bedienelement an der Wand hat – etwa in der Küche, wo das Telefon nicht immer greifbar ist –, bekommt es. Über die App stehen zusätzlich Klangeinstellungen für Bässe, Höhen und Loudness bereit sowie lokale Favoriten, mit denen sich häufig genutzte Sender und Wiedergabelisten direkt aufrufen lassen. Die Konfiguration erfolgt über eine im Gerät integrierte Oberfläche, die sich vom Smartphone, Tablet oder Rechner im Browser aufrufen lässt – zusätzliche Software muss der Integrator dafür nicht installieren. Die Presets sind dabei als Ausgangspunkt gedacht, nicht als Endergebnis – die Feinabstimmung an den konkreten Raum bleibt Aufgabe des Integrators, beginnt aber nicht bei null. Ergänzend stehen Ethernet und RS-232 für die Anbindung an übergeordnete Steuerungssysteme bereit sowie Trigger-Ein- und -Ausgänge.

Einsatzgebiete und Bezug über mediacraft

Der Russound SMZ16 ist für große Multiroom-Installationen gedacht: Villen und Anwesen mit vielen Räumen, Hotels, Restaurants, Kanzleien und gewerbliche Objekte, in denen zahlreiche Bereiche unabhängig voneinander versorgt werden sollen. Weil er als Vorverstärker arbeitet, gehören nachgeschaltete Endstufen zwingend zur Planung – üblicherweise Modelle der D-Serie, deren Kanalzahl sich an der Zahl der Zonen orientiert. Für Planer und Integratoren ist das eher Vorteil als Aufwand, weil sich die Leistung je Zone gezielt auslegen lässt. Architekten sollten drei Höheneinheiten für den SMZ16 sowie zusätzlichen Platz für die Endstufen und eine ausreichende Belüftung einplanen. In Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG den Russound SMZ16 als offizieller Vertriebspartner und unterstützt Fachhandel, Installateure, Planer und Architekten bei Zonenplanung, Endstufenauswahl und Systemeinbindung. Rackmontage-Winkel und die Antennen für WLAN und Bluetooth gehören zum Lieferumfang. Zu berücksichtigen ist außerdem, dass der Verteiler für Wartungsarbeiten zugänglich bleiben muss und die Bautiefe von 432 Millimetern ein entsprechend tiefes Rack voraussetzt.

Technische Daten SMZ16

Bauart16x16-Matrix-Vorverstärker mit integriertem Streamer, Russound SMZ Serie
BelastbarkeitVorverstärker ohne Endstufen – Line-Ausgänge für 16 Zonen, nachgeschaltete Endstufen erforderlich
Abmessungen19" B × 17" T × 5,25" H (48,3 cm B × 43,2 cm T × 13,3 cm H)
Gewicht9,4 kg
Besonderheiten16x16-Matrix mit freier Zuordnung von Quellen zu Zonen, erweiterbar auf 16x96; integrierter Hi-Res-Streamer mit AirPlay und Google Cast; Bluetooth und Wi-Fi; HDMI-Eingang mit ARC und Lippensynchronisation; integriertes DSP mit 7-Band-EQ und Presets für Russound-Lautsprecher; Steuerung über Russound-App, IPK-1 und XTS7; Ethernet und RS-232; Trigger-Ein- und -Ausgang; Rackmontage-Winkel im Lieferumfang

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