Russound D1650 – sechzehn Kanäle für bis zu acht Stereozonen
Russound · Russound D Serie

Russound D1650 – sechzehn Kanäle für bis zu acht Stereozonen

Marke: Russound Serie: Russound D Serie Geräteart: Mehrkanal-Verstärker

Die Russound D1650 ist die kanalstärkste Endstufe der D-Serie: Sechzehn Kanäle mit jeweils 50 Watt an 8 Ohm und 80 Watt an 4 Ohm versorgen bis zu acht Stereozonen aus einem einzigen Gerät. Im Brückenbetrieb stehen 160 Watt an einer Last bereit. Bemerkenswert ist die Packungsdichte: Sechzehn Kanäle auf zwei Höheneinheiten bei zehn Kilogramm Gewicht – weniger als die achtkanalige D850 wiegt. Autosensing schaltet die Endstufe selbsttätig ein und nach einer Ruhephase wieder ab, Trigger-Ein- und -Ausgänge erlauben die Einbindung in Einschaltketten. Die Serie steht seit Jahren für Zuverlässigkeit und Langlebigkeit und bildet in professionellen Audioinstallationen weltweit die Verstärkerebene. Für Endkunden, Planer, Architekten und den Fachhandel ist die D1650 die Wahl für große Objekte mit vielen Zonen. Als reine Endstufe arbeitet sie unter einer vorgeschalteten Quelle oder einem Multiroom-Controller. Zwei Höheneinheiten genügen im Verteiler.

Sechzehn Kanäle für bis zu acht Stereozonen

Sechzehn Endstufenkanäle bilden die Leistungsebene für bis zu acht Stereozonen, denn jede Zone bezieht ihren Ton aus einem Kanalpaar – links und rechts getrennt verstärkt. In einem größeren Wohnhaus reicht das für nahezu jeden Raum, in dem Musik gewünscht ist – Küche, Essbereich, Wohnzimmer, Bad, Schlafzimmer, Ankleide, Terrasse und Arbeitszimmer lassen sich aus einer einzigen Endstufe versorgen. Wo einzelne Positionen mehr verlangen, geben zwei gebrückte Kanäle 160 Watt an eine Last ab. Für Planer ist die Konzentration auf ein Gerät der entscheidende Vorteil: ein Netzanschluss, zwei Höheneinheiten im Verteiler und eine einzige Komponente, die im Wartungsfall betrachtet werden muss. Verglichen mit vier getrennten Stereoendstufen sinkt der Verkabelungsaufwand erheblich, und die Zuordnung der Zonen bleibt an einer Stelle nachvollziehbar dokumentiert. Bei sechzehn Kanälen lohnt ein Blick auf die Stromversorgung: Werden alle Zonen gleichzeitig mit hohem Pegel betrieben, steigt die Leistungsaufnahme entsprechend, was bei der Absicherung des Verteilerstromkreises zu berücksichtigen ist. Im Alltag laufen selten alle Zonen zugleich, sodass sich der tatsächliche Verbrauch deutlich darunter bewegt.

Ruhende Zonen, selbsttätiges Ein- und Ausschalten

Die Autosensing-Funktion schaltet den Verstärker ein, sobald an einem Eingang ein Signal anliegt, und nach einer Ruhephase wieder ab. Der Anwender muss die Endstufe damit nie bewusst bedienen – sie folgt einfach der Quelle. Für den Betreiber senkt das den Stromverbrauch spürbar, weil das Gerät nicht dauerhaft in Bereitschaft läuft, und es entfällt die Frage, wer die Anlage nach dem letzten Zuhörer abschaltet. Ergänzend stehen Trigger-Ein- und -Ausgänge bereit, mit denen sich die Endstufe klassisch über eine Steuerspannung in eine Einschaltkette einbinden lässt, wenn das Projekt eine feste Reihenfolge beim Hochfahren verlangt. Das ist kein Detail für Technikbegeisterte, sondern verhindert hörbare Einschaltgeräusche: Fährt die Endstufe vor der Quelle hoch, gelangt deren Einschaltimpuls ungedämpft auf die Lautsprecher. Für Planer und Integratoren empfiehlt es sich deshalb, die Reihenfolge früh festzulegen und zu dokumentieren, damit sie auch nach einem späteren Umbau der Anlage erhalten bleibt. Eine Netzwerkschnittstelle besitzt das Gerät nicht – es bleibt bewusst eine reine Leistungsebene unter einer vorgeschalteten Steuerung. Bei sechzehn Kanälen wirkt sich das besonders aus, weil im Alltag meist nur ein Teil der Zonen tatsächlich genutzt wird und die übrigen ruhen.

Bis zu acht Zonen aus einem einzigen Verteiler

Für Endkunden bedeutet Multiroom im Alltag vor allem, dass in jedem Raum etwas anderes laufen kann – Musik in der Küche, ein Podcast im Arbeitszimmer, Radio auf der Terrasse – und sich alles über eine App oder ein Wandbedienfeld steuern lässt, ohne dass in jedem Zimmer ein eigenes Gerät steht. Die gesamte Technik sitzt zentral im Verteiler, sichtbar bleiben nur Lautsprecher und Bedienelemente. Für Architekten ist das der entscheidende Punkt, weil die Wohnräume von Geräten frei bleiben und sich die Installation vollständig in Decke oder Wand verlegen lässt. Voraussetzung ist allerdings, dass die Lautsprecherleitungen im Rohbau mitgeplant werden – nachträglich lässt sich eine zentrale Verstärkerlösung nur mit erheblichem Aufwand realisieren. Für Planer beginnt ein Multiroom-Projekt deshalb nicht bei der Geräteauswahl, sondern bei der Frage, welche Räume überhaupt beschallt werden sollen und wo die Zentrale sitzt. Steht das fest, ergibt sich die nötige Kanalzahl fast von selbst, und die Auswahl des Verstärkers wird zur Rechenaufgabe statt zur Ermessensfrage. Die D1650 versorgt dabei alle Zonen aus dem Verteiler heraus, ohne dass in den Räumen selbst Technik sichtbar wird.

Einsatzgebiete und Bezug über mediacraft

Die Russound D1650 ist für große Multiroom-Installationen gedacht: Wohnhäuser mit vielen Zonen, Praxen, Kanzleien, Hotels und gewerbliche Objekte, in denen zahlreiche Räume beschallt werden. Sie arbeitet als reine Endstufe unter einer vorgeschalteten Quelle oder einem Multiroom-Controller – DSP, Klangregelung und Netzwerkschnittstelle sind bewusst nicht vorgesehen, was das Gerät schlank und wartungsarm hält. Für Planer und Integratoren ist die Kombination aus sechzehn Kanälen, zwei Höheneinheiten und zehn Kilogramm Gewicht das entscheidende Argument, weil sie im Verteiler Platz für weitere Komponenten lässt. Architekten sollten 427 Millimeter Breite, 410 Millimeter Bautiefe und eine ausreichende Belüftung einplanen. In Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG die Russound D1650 als offizieller Vertriebspartner und unterstützt Fachhandel, Installateure, Planer und Architekten bei Zonenplanung, Leistungsauslegung und Systemeinbindung. Wo weniger Zonen genügen, sind D850 oder das besonders flache Modell D1290 die passenderen Alternativen. Für die Auslegung gilt: acht Zonen sind das Maximum, nicht der Regelfall.

Technische Daten D1650

Bauart16-Kanal-Endstufe der Russound D Serie mit Autosensing
Frequenzgang20 Hz – 20 kHz (+1,7 / –1 dB bei 1 W an 8 Ω)
Belastbarkeit16 × 50 W an 8 Ω · 16 × 80 W an 4 Ω · 160 W mono gebrückt
Impedanz8 Ω / 4 Ω
Abmessungen16,81" B × 3,46" H × 16,14" T (42,7 × 8,8 × 41,0 cm)
Gewicht10 kg
BesonderheitenSechzehn Kanäle für bis zu acht Stereozonen auf nur 2 HE; Autosensing schaltet selbsttätig ein und ab; Trigger-Ein- und -Ausgang; Brückenbetrieb mit 160 W; reine Endstufe ohne DSP, EQ, Subsonic-Filter und Netzwerkschnittstelle

Herstellerdokumente

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