Hyperion AXIS-2 – der kleinste Weg vom Fernseher ins Netzwerk
Der AudioControl Hyperion AXIS-2 ist das kleinste der drei eARC-Modelle der Hyperion Serie und der günstigste Weg, einen Raum an eine netzwerkbasierte Tonanlage anzuschließen. Er nimmt den Ton des Fernsehers über den eARC-Rückkanal einer HDMI-Verbindung entgegen und gibt ihn als zwei Kanäle im Format PCM über Dante beziehungsweise AES67 ins Netzwerk. Daneben stehen ein optischer TOSLINK-Eingang und ein koaxialer Digitaleingang zur Verfügung, zwischen denen das Gerät signalgesteuert umschaltet. Die Abtastraten reichen von 44,1 bis 96 Kilohertz bei Bittiefen von 16 bis 32 Bit; die Latenz lässt sich auf 1, 2 oder 5 Millisekunden festlegen. Mit 110 mal 89 mal 21 Millimetern und 0,23 Kilogramm ist der AXIS-2 kaum größer als eine Zigarettenschachtel und nimmt im Betrieb rund 2 Watt auf. Für Endkunden, Fachhandel, Planer und Architekten ist er der Baustein für Nebenräume, Küchen und Schlafzimmer. Die Lautstärke regelt im Alltag die Fernbedienung des Fernsehers über CEC.
Ein Raum, ein Lautsprecherpaar, eine Netzwerkleitung
Nicht jeder Raum braucht ein Heimkino. In der Küche, im Schlafzimmer, im Arbeitszimmer oder im Bad genügt ein Lautsprecherpaar, das den Ton des Fernsehers oder eine Musikquelle wiedergibt. Genau dafür ist der AXIS-2 gebaut. Er nimmt den Ton über eARC entgegen und legt ihn als zwei Kanäle auf das Netzwerk; von dort holt ihn eine Endstufe, die im zentralen Technikschrank stehen darf. Im Raum selbst bleibt nichts als der Bildschirm, die Lautsprecher und ein Gerät von der Größe einer Zigarettenschachtel. Für ein Gebäude mit mehreren solcher Räume ist das der eigentliche Gewinn: Statt in jedem Raum eine eigene kleine Anlage aufzubauen, hängt jeder Raum mit einem winzigen Gerät am gemeinsamen Netz, und die Verstärkung steht zentral. Das vereinfacht Wartung und Erweiterung erheblich, weil sich alle Geräte von einer Stelle aus verwalten lassen. Verarbeitet wird das Format PCM – für ein Stereopaar ist das genau das Richtige, weil Mehrkanalformate hier ohnehin nicht zum Tragen kämen. Weil die Kanäle als Daten über das Netz laufen, ist die Entfernung zwischen Raum und Endstufe praktisch nicht begrenzt – anders als bei einer analogen Strecke, deren Länge sich irgendwann bemerkbar macht. In einem Einfamilienhaus spielt die Lage des Technikraums damit keine Rolle mehr.
Drei Eingänge mit selbsttätiger Umschaltung
Der AXIS-2 nimmt sein Signal auf drei Wegen an: über den eARC-Rückkanal einer HDMI-Verbindung, über einen optischen TOSLINK-Eingang und über einen koaxialen Digitaleingang. Die Digitaleingänge schalten dabei signalgesteuert um – liegt an einem von ihnen ein Signal an, übernimmt das Gerät es selbsttätig. Für den Nutzer bedeutet das, dass keine Quellenwahl nötig ist: Wer den Fernseher einschaltet, hört den Fernseher; wer stattdessen ein anderes Gerät am optischen Eingang startet, hört dieses. Das ist in Nebenräumen die richtige Bedienphilosophie, weil dort niemand ein Menü durchgehen möchte. Die Abtastraten reichen von 44,1 über 48 und 88,2 bis 96 Kilohertz, die Bittiefen von 16 über 24 bis 32 Bit, und der Übertragungsbereich umfasst 20 Hertz bis 20 Kilohertz. Die Latenz lässt sich auf 1, 2 oder 5 Millisekunden festlegen, womit sich der Ton auf die Verzögerung des Bildgeräts abstimmen lässt. Zusätzlich beherrscht das Gerät die Lautstärkeregelung über CEC. Dass das Gerät nur PCM verarbeitet, ist dabei keine Einschränkung, sondern die Folge der Kanalzahl: Mehrkanalformate wie Dolby Atmos setzen mehr als zwei Wege voraus und wären auf einem Stereopaar ohnehin nicht darstellbar.
So klein, dass der Einbauort keine Frage mehr ist
Mit 110 mal 89 mal 21 Millimetern und 0,23 Kilogramm ist der AXIS-2 das kleinste Gerät der Serie. Er passt hinter einen Bildschirm, in eine Hohlwanddose, in eine Zwischendecke oder in ein schmales Fach – ein eigener Einbauort muss dafür nicht geschaffen werden. Seinen Strom bezieht er über das Netzwerkkabel nach dem Standard 802.3af; ein PoE-fähiger Verteiler versorgt ihn also mit, und eine Steckdose am Einbauort entfällt. Wo kein solcher Verteiler vorhanden ist, genügt eine Versorgung über USB-C mit 5 Volt und 1 Ampere. Die Leistungsaufnahme liegt bei rund 2 Watt, das Gerät bleibt also kalt und braucht keinerlei Belüftung. Anders als die größeren Modelle der Reihe führt der AXIS-2 einen einzigen Netzwerkanschluss, über den Ton, Steuerung und Stromversorgung gemeinsam laufen – das hält die Installation denkbar einfach. Der zulässige Betriebsbereich reicht von minus 5 bis plus 51 Grad Celsius, die Lagerung von minus 20 bis plus 60 Grad. Für die Stromversorgung über USB-C genügen 5 Volt bei 1 Ampere; ein Netzteil dieser Größenordnung findet auch hinter einem Bildschirm noch Platz. Die zulässige Luftfeuchte reicht von 5 bis 90 Prozent relativ, solange kein Kondensat entsteht.
Einordnung und Bezug über mediacraft
Die Hyperion Serie führt drei eARC-Prozessoren, die sich in der Kanalzahl unterscheiden: der AXIS-2 überträgt zwei Kanäle, der AXIS-10 bis zu acht Kanäle Bitstream zuzüglich Stereo-Downmix, der AXIS-16 bis zu sechzehn. Alle drei arbeiten nach demselben Prinzip und lassen sich in derselben Anlage mischen und über dasselbe Netz verwalten – ein großes Gerät im Heimkino, mehrere kleine in den Nebenräumen. Genau diese Mischung ist der gedachte Einsatz des AXIS-2: Er macht aus jedem Raum mit einem Lautsprecherpaar einen Teilnehmer der zentralen Anlage, ohne dass dort eigene Technik stehen muss. Ergänzt wird er durch die Endstufen der Serie, die ihr Signal ebenfalls über Dante annehmen. Vorausgesetzt wird ein eigens ausgelegtes Audionetzwerk, das vom übrigen Datenverkehr getrennt bleibt und eine gemeinsame Zeitbasis hat. In Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG die Hyperion Serie als offizieller Vertriebspartner und begleitet Fachhandel, Installationsbetriebe, Planer und Architekten bei der Auslegung. Der Unterschied zwischen den drei Modellen liegt dabei nicht allein in der Kanalzahl, sondern auch im Format: Nur die größeren beiden verarbeiten Dolby Atmos und DTS-HD, der AXIS-2 ausschließlich PCM.
Technische Daten Hyperion AXIS-2
| Bauart | eARC-Prozessor mit Dante/AES67, 2 Kanäle, Hyperion Serie |
|---|---|
| Frequenzgang | 20 Hz – 20 kHz |
| Belastbarkeit | Prozessor ohne Endstufen – 2 Kanäle, Format PCM |
| Abmessungen | 110 × 89 × 21 mm |
| Gewicht | 0,23 kg |
| Temperaturbereich | Betrieb −5 °C bis 51 °C · Lagerung −20 °C bis 60 °C · Luftfeuchte 5 – 90 % rF, nicht kondensierend |
| Besonderheiten | Nimmt den Ton des Fernsehers über eARC entgegen und gibt ihn über Dante/AES67 ins Netzwerk; PCM mit Abtastraten 44,1 / 48 / 88,2 / 96 kHz bei 16, 24 oder 32 Bit; Latenz wahlweise 1, 2 oder 5 ms; Anschlüsse 1 × HDMI (eARC), 1 × TOSLINK, 1 × Koaxial und 1 × RJ45 für Dante/AES67 mit PoE; Stromversorgung über PoE nach 802.3af oder 5 V/1 A per USB-C; CEC-Lautstärkeregelung; Digitaleingänge mit signalgesteuerter Umschaltung |