StormAudio ISR Fusion 20

Der StormAudio ISR Fusion 20 ist kein gewöhnlicher AV-Receiver: Er verbindet die preisgekrönte ISP Elite MK3 Plattform mit sechzehn integrierten Endstufenkanälen und lässt sich damit am treffendsten als AV-Prozessor mit eingebauten Verstärkern beschreiben. Zwanzig Kanäle werden dekodiert, sechzehn davon direkt verstärkt – mit 150 Watt an 8 Ohm beziehungsweise 300 Watt an 4 Ohm je Kanal. Die Endstufen nutzen die Edge-Technologie des dänischen Herstellers ICE Power und erreichen niedrige Rausch- und Verzerrungswerte. Vier der zwanzig dekodierten Kanäle bleiben für externe Endstufen frei, etwa für Subwoofer. Dirac Live Active Room Treatment gehört zum Lieferumfang, das Expert Bass Management bindet mehrere Subwoofer ein. Für Endkunden, Planer, Architekten und den Fachhandel ist der ISR Fusion 20 die kompakte Komplettlösung der Referenzklasse: Prozessor und Endstufen in einem Gerät, ohne jeden Abstrich bei der Signalverarbeitung. Ein belüfteter Aufstellort ist einzuplanen.
| Bauart | AV-Receiver mit 20 dekodierten Kanälen, davon 16 verstärkt, auf ISP Elite MK3 Plattform |
|---|---|
| Belastbarkeit | 16 × 150 W an 8 Ω · 16 × 300 W an 4 Ω · 20 Kanäle dekodiert |
| Impedanz | 8 Ω / 4 Ω |
| Abmessungen | 442 × 174 × 491 mm (4 HE) |
| Gewicht | 16 kg |
| Besonderheiten | AV-Prozessor mit integrierten Endstufen; Endstufen mit ICE-Power-Edge-Technologie, niedrige Rausch- und Verzerrungswerte; Auro-3D, Dolby Atmos, DTS:X Pro und IMAX Enhanced mit bis zu 20 diskreten Kanälen; Dirac Live Active Room Treatment im Lieferumfang; StormAudio Expert Bass Management; Netzwerkanbindung für Steuerungsintegration, Fernüberwachung und Updates |
Der ISR Fusion 20 lässt sich nicht sauber in die üblichen Kategorien einordnen. Er ist weder ein klassischer AV-Receiver, wie ihn die Unterhaltungselektronik kennt, noch ein reiner AV-Prozessor – zutreffender ist die Beschreibung als Prozessor der Referenzklasse mit integrierten Endstufen. Die Grundlage bildet die preisgekrönte ISP Elite MK3 Plattform mit ihrer vollständigen Signalverarbeitung; hinzu kommen sechzehn Verstärkerkanäle im selben Gehäuse. Insgesamt werden zwanzig Kanäle dekodiert, sodass sich neben den sechzehn verstärkten Wegen weitere Kanäle über externe Endstufen ergänzen lassen – etwa für Subwoofer, die eigene Leistungsreserven verlangen. Für Planer bedeutet diese Bauform vor allem eines: erheblich weniger Geräte, weniger Verkabelung zwischen Prozessor und Endstufen und ein deutlich kompakteres Rack, ohne dass bei der Signalverarbeitung Abstriche nötig wären. Wer später erweitern möchte, ergänzt externe Endstufen für die verbleibenden Kanäle, statt das Gerät ersetzen zu müssen.
Die sechzehn verstärkten Kanäle arbeiten mit der Edge-Technologie von ICE Power aus Dänemark und geben ihre Leistung unabhängig voneinander an je einen Lautsprecher ab. Charakteristisch für diese Technik sind sehr niedrige Rausch- und Verzerrungswerte, wie sie sonst nur aufwendige separate Endstufen erreichen – bei gleichzeitig hohem Wirkungsgrad, was die Wärmeentwicklung im Gehäuse beherrschbar hält. Für den Zuhörer bedeutet die Leistung ausreichend Reserve auch für anspruchsvolle Lautsprecher und größere Räume; Dynamikspitzen bleiben sauber, ohne dass die Endstufen an ihre Grenzen kommen. Für Integratoren ist zudem relevant, dass Prozessor und Endstufen aufeinander abgestimmt sind: Pegel, Schutzeinstellungen und Kalibrierung greifen ineinander, statt über die Kombination verschiedener Geräte abgestimmt werden zu müssen – eine Fehlerquelle weniger, die sich in gemischten Systemen erfahrungsgemäß erst im Betrieb zeigt. Das Gehäuse misst 442 × 174 × 491 Millimeter bei 16 Kilogramm und belegt vier Höheneinheiten – gemessen daran, dass Prozessor und sechzehn Endstufenkanäle darin untergebracht sind, ein bemerkenswert kompaktes Maß. In getrennter Bauweise würde dieselbe Ausstattung mindestens das Doppelte an Rackhöhe beanspruchen, hinzu käme die Verkabelung zwischen den Geräten.
Unterstützt werden Auro-3D, Dolby Atmos, DTS:X Pro und IMAX Enhanced mit bis zu 20 diskreten Kanälen – dank der dedizierten Dekodierung ist die Konfigurationsvielfalt entsprechend groß. Objektbasierte Formate platzieren Klänge frei im Raum, statt sie starr auf feste Kanäle zu verteilen; Bewegungen werden dadurch nachvollziehbar über Decke und Seitenwände geführt. Dirac Live Active Room Treatment ist bei Auslieferung bereits enthalten. Während klassische Raumkorrektur nur den Frequenzgang am Hörplatz glättet, behandelt dieses Verfahren den Raum selbst: Es nutzt alle angeschlossenen Lautsprecher gemeinsam, um Reflexionen und Raummoden aktiv entgegenzuwirken. Für den Zuhörer bedeutet das eine präzisere Ortung, einen definierteren Bass und ein Klangbild, das weniger vom Raum als vom Inhalt geprägt wird. Ergänzt wird die Kalibrierung durch das Expert Bass Management, das mehrere Subwoofer gemeinsam einbindet und den Tiefton über die Sitzplätze verteilt, statt einzelne Positionen zu bevorzugen. Die Kalibrierung läuft schrittweise über eine geführte Oberfläche ab und liefert reproduzierbare Ergebnisse, statt von der Erfahrung des Einmessenden abzuhängen. Damit lässt sich auch in akustisch schwierigen Räumen ein Niveau erreichen, das ohne bauliche Maßnahmen sonst nicht möglich wäre – ein Argument, das bei Wohnraumkinos oft den Ausschlag gibt, weil dort Absorber und Diffusoren gestalterisch selten erwünscht sind.
Der ISR Fusion 20 richtet sich an private Heimkinos und Wohnraumkinos, in denen Referenzqualität gefragt ist, aber kein ganzes Rack voller Endstufen aufgestellt werden soll. Genau diese Kombination macht ihn für Wohnräume interessant, in denen die Technik in einem Möbel oder einem kleinen Nebenraum untergebracht wird. Für Planer und Integratoren vereinfacht das die Projektierung erheblich: weniger Komponenten, weniger Verkabelung, weniger Abstimmungsaufwand zwischen Prozessor und Endstufen – bei gleicher Signalverarbeitung wie in den reinen Prozessoren der Serie. Architekten sollten vier Höheneinheiten, 491 Millimeter Bautiefe, 16 Kilogramm Gewicht und eine ausreichende Belüftung einplanen. In Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG den StormAudio ISR Fusion 20 als offizieller Vertriebspartner und unterstützt Fachhandel, Installateure, Planer und Architekten bei Konfiguration, Lautsprecherauslegung, Einmessung und Systemeinbindung. Steuerungsintegration, Fernüberwachung und Aktualisierungen laufen über die Netzwerkanbindung.