StormAudio ISP Elite 32 Digital AoIP MK3

Der StormAudio ISP Elite 32 Digital AoIP MK3 überträgt seine 32 Kanäle über AES67 auf IP-Basis und verlagert die Audioverteilung damit vollständig ins Netzwerk. Statt für jeden Kanal eine eigene Leitung zu ziehen, genügt die Netzwerkinfrastruktur – bei 32 Kanälen ein erheblicher Unterschied im Installationsaufwand. Verarbeitet werden bis zu 32 Kanäle für Dekodierung und Upmixing in Auro-3D, Dolby Atmos, DTS:X Pro und IMAX Enhanced. Dirac Live Active Room Treatment gehört zum Lieferumfang und behandelt den Raum aktiv über alle Lautsprecher hinweg, ergänzt um das Expert Bass Management für mehrere Subwoofer. Die Plattform bleibt durch Hardware- und Softwareoptionen erweiterbar. Für Endkunden, Planer, Architekten und den Fachhandel ist diese Variante die Wahl für netzwerkbasierte Installationen, in denen die Einzelverkabelung von 32 Kanälen weder praktikabel noch beherrschbar wäre und eine tragfähige Netzwerkinfrastruktur ohnehin vorhanden oder eingeplant ist.
| Bauart | 32-Kanal AV-Prozessor mit Audio over IP (AES67), ISP Elite MK3 Plattform |
|---|---|
| Belastbarkeit | Output channels 32 · Decoding / upmixing channels: up to 32 |
| Abmessungen | 46,58 × 44,2 × 17,6 cm (T × B × H, ohne Ohren, ohne Fuesse) – 4RU |
| Gewicht | 13,3 kg |
| Besonderheiten | Audioverteilung über AES67 auf IP-Basis statt Einzelverkabelung; Auro-3D, Dolby Atmos, DTS:X Pro und IMAX Enhanced mit bis zu 24 diskreten Kanälen; Dirac Live Active Room Treatment im Lieferumfang; Expert Bass Management; aufrüstbare Plattform; Netzwerkanbindung für Steuerungsintegration, Fernüberwachung und Updates; setzt geplante Netzwerkinfrastruktur voraus |
Der ISP Elite 32 Digital AoIP MK3 gibt seine Kanäle über AES67 auf IP-Basis aus – einen offenen Standard für Audio über Netzwerke, der herstellerübergreifend arbeitet. Der praktische Vorteil ist bei dieser Kanalzahl erheblich: Statt 32 einzelne Leitungen zwischen Prozessor und Endstufen zu ziehen, genügt die vorhandene Netzwerkinfrastruktur. Kanäle lassen sich frei zuordnen, Änderungen erfolgen in Software statt an der Verkabelung, und Erweiterungen kommen ohne neue Leitungswege aus. In Gebäuden mit mehreren Technikräumen oder großen Entfernungen zwischen Kinosaal und Endstufenrack ist das oft die einzige realistisch umsetzbare Lösung. Weil das Signal digital bleibt, entfallen zudem Einstreuungen und Verluste über die Distanz. Für Integratoren bedeutet der Netzwerkansatz auch, dass sich das System mit anderen AES67-fähigen Komponenten unterschiedlicher Hersteller kombinieren lässt.
Unterstützt werden die aktuellen immersiven Tonformate: Auro-3D, Dolby Atmos, DTS:X Pro und IMAX Enhanced. Objektbasierte Formate platzieren Klänge frei im Raum, statt sie starr auf feste Kanäle zu verteilen – Voraussetzung dafür ist ein Prozessor, der genügend diskrete Kanäle verarbeitet und jeden Lautsprecher einzeln ansteuert. Für Endkunden macht sich das vor allem bei Filmen bemerkbar, deren Tonmischung Bewegungen im Raum abbildet: Objekte wandern nachvollziehbar über die Decke oder an den Seiten entlang, statt lediglich zwischen den Lautsprechern zu springen. IMAX Enhanced ergänzt dies um eine eigene Abstimmung für entsprechend veröffentlichte Titel. Besonders hervorzuheben ist Dirac Live Active Room Treatment, das bei Auslieferung bereits enthalten ist. Während klassische Raumkorrektur den Frequenzgang am Hörplatz glättet, geht dieses Verfahren weiter und behandelt den Raum selbst: Es nutzt alle angeschlossenen Lautsprecher gemeinsam, um Reflexionen und Raummoden aktiv entgegenzuwirken. Für den Zuhörer bedeutet das eine deutlich präzisere Ortung, einen definierteren Bass und ein Klangbild, das weniger vom Raum als vom Inhalt geprägt wird – gerade in Wohnräumen mit ungünstiger Geometrie oder großen Glasflächen bringt das mehr als jede Lautsprecheraufrüstung. Ergänzt wird die Kalibrierung durch das Expert Bass Management des Herstellers, das mehrere Subwoofer gemeinsam einbindet und den Tiefton über die Sitzplätze verteilt, statt einzelne Positionen zu bevorzugen. Für Integratoren ist das der praktische Kern der Plattform: Die Kalibrierung läuft schrittweise über eine geführte Oberfläche ab und liefert reproduzierbare Ergebnisse, statt von der Erfahrung des Einmessenden abzuhängen. Damit lässt sich auch in akustisch schwierigen Räumen ein Niveau erreichen, das ohne bauliche Maßnahmen sonst nicht möglich wäre.
Von der Ausgangsschnittstelle abgesehen entspricht dieses Modell den übrigen Elite-Geräten: identische Signalverarbeitung, identische Funktionsvielfalt, identische Bedienung. Die Plattform bleibt durch Hardware- und Softwareoptionen erweiterbar, und auch der Wechsel zwischen den Anschlusskonzepten ist im Rahmen der Plattform vorgesehen. Für Planer heißt das: Die Entscheidung für Audio over IP betrifft die Infrastruktur, nicht die Klangqualität oder den Funktionsumfang. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass ein netzwerkbasiertes Audiosystem eine sauber geplante Netzwerkinfrastruktur voraussetzt – Switches, Segmentierung und Zeitsynchronisation müssen stimmen, weshalb die frühe Abstimmung mit der IT sinnvoll ist. Über die Netzwerkschnittstelle bindet sich der Prozessor zudem in übergeordnete Steuerungen ein und lässt sich aus der Ferne überwachen und aktualisieren. Das Gerät belegt vier Höheneinheiten bei 13,3 Kilogramm.
Der ISP Elite 32 Digital AoIP MK3 richtet sich an große, netzwerkbasierte Installationen: dedizierte Heimkinos mit entfernt liegendem Technikraum, Vorführ- und Studioräume sowie Objekte, in denen Audio ohnehin über das Netzwerk verteilt wird. Gerade bei 32 Kanälen spielt der Verzicht auf Einzelverkabelung seine Stärke aus, weil sich Installationsaufwand und Fehlerquellen deutlich reduzieren. Für Planer und Integratoren ist die frühzeitige Abstimmung mit der Netzwerkplanung entscheidend, damit Bandbreite und Zeitsynchronisation gesichert sind – ein Audionetzwerk stellt andere Anforderungen als ein reines Datennetz und sollte entsprechend getrennt geplant werden. Architekten sollten vier Höheneinheiten, die Bautiefe und ausreichende Belüftung im Technikraum berücksichtigen. In Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG den StormAudio ISP Elite 32 Digital AoIP MK3 als offizieller Vertriebspartner und unterstützt Fachhandel, Installateure, Planer und Architekten bei Konfiguration, Netzwerkplanung, Einmessung und Systemeinbindung.