Sonance SGS SUB

Der Sonance SGS SUB ist der Erdsubwoofer der Garden Series. Er wird im Boden vergraben, sodass oberirdisch nur die Haube sichtbar bleibt, und übernimmt den Bereich, den die Satelliten nicht abdecken. Der Treiber misst 10 Zoll, arbeitet mit zwei Schwingspulen und trägt eine Polypropylenmembran mit Santoprene-Sicke. Der Übertragungsbereich reicht von 35 bis 100 Hertz bei ±3 Dezibel und schließt damit genau an die Satelliten an, die bei 80 Hertz enden. Jede Schwingspule hat 8 Ohm, die Belastbarkeit liegt bei 200 Watt, der Wirkungsgrad bei 90 Dezibel. Das versiegelte Gehäuse besteht aus hochdichtem Polyethylen und ist korrosionsfrei; die Schutzart IP66 gilt auch hier. Mit 630 Millimetern Höhe, 381 Millimetern Durchmesser und 19 Kilogramm ist der Korpus kräftig dimensioniert. Vorgesehen ist ein Subwoofer je vier bis fünf Satelliten; eine Anlage mit acht Satelliten und einem Subwoofer deckt rund 325 Quadratmeter ab und lässt sich auf zwei Subwoofer erweitern.
| Bauart | Vergrabener Erdsubwoofer, 10 Zoll, für die Gartenbeschallung (Garden Series), niederohmig |
|---|---|
| Treiber | 10" (254 mm) Doppelschwingspulen-Treiber, Polypropylen mit Santoprene-Sicke |
| Frequenzgang | 35 Hz – 100 Hz (±3 dB), Trennfrequenz zu den Satelliten 100 Hz |
| Belastbarkeit | 200 W |
| Impedanz | 8 Ohm nominal je Schwingspule |
| Wirkungsgrad | 90 dB (2,83 V / 1 m) |
| Abmessungen | 630 mm × 381 mm (24,8" × 15") |
| Gewicht | 19 kg (Versandgewicht) |
| Schutzart | IP66 (wetterfest, dauerhafter Außeneinsatz) |
| Besonderheiten | Lieferumfang ein Erdsubwoofer; wird vergraben, oberirdisch bleibt nur die Haube sichtbar; nimmt an beliebiger Stelle der Lautsprecherkette beide Kanäle ab; vorgesehen ist ein Subwoofer je vier bis fünf Satelliten, Flächenabdeckung bis rund 325 m², Ausbau auf zwei Subwoofer möglich |
Tiefe Töne lassen sich im Garten nicht so verteilen wie Mittel- und Hochton. Sie brauchen Membranfläche und Volumen, und beides passt nicht in einen kleinen Satelliten auf einem Erdspieß. Die Lösung der Garden Series ist ein eigenes Gehäuse, das im Boden verschwindet. Vergraben wird der gesamte Korpus; oberirdisch bleibt nur die Haube stehen, aus der der Schall austritt. Das hat zwei Vorteile. Gestalterisch verschwindet der größte Lautsprecher der Anlage fast vollständig, und akustisch arbeitet der Boden mit: Das Erdreich rund um das Gehäuse wirkt als Masse, die das Gehäuse an Ort und Stelle hält und Vibrationen aufnimmt. Der Treiber misst 10 Zoll und hat zwei Schwingspulen, was ihm erlaubt, beide Kanäle der Anlage gleichzeitig aufzunehmen. Die Membran besteht aus Polypropylen, die Sicke aus Santoprene, beides Werkstoffe, die dauerhafte Feuchte vertragen. Das Gehäuse selbst ist aus hochdichtem Polyethylen gefertigt, versiegelt und korrosionsfrei, denn es liegt nicht nur im Regen, sondern dauerhaft im feuchten Erdreich. Auch das Gewicht gehört zum Konzept: Mit 19 Kilogramm und einem Korpus von 630 Millimetern Höhe bei 381 Millimetern Durchmesser ist das Gehäuse kräftig genug dimensioniert, um das Volumen bereitzustellen, das ein Treiber dieser Größe braucht. In einem Aufstellgehäuse wäre das ein auffälliges Möbel; im Boden fällt es nicht ins Gewicht.
Die Satelliten der Serie übertragen ab 80 Hertz nach oben. Unterhalb davon fehlt ihnen schlicht die Membranfläche, und wer sie zwingt, tiefer zu spielen, erreicht nur Verzerrung statt Bass. Genau an dieser Stelle setzt der Subwoofer an: Sein Bereich reicht von 35 bis 100 Hertz bei ±3 Dezibel, die Trennung liegt bei 100 Hertz. Die Bereiche überlappen also, was gewollt ist, weil der Übergang damit weich wird und sich im Garten nicht als Loch im Frequenzgang bemerkbar macht. Was dieser Bereich beiträgt, wird oft unterschätzt. Es geht nicht um spürbaren Tiefbass wie im Heimkino, sondern um das Fundament, auf dem der Rest steht. Ohne Subwoofer klingt eine Gartenanlage dünn und angestrengt, weil die Satelliten den Pegel allein tragen müssen. Mit Subwoofer kann die gesamte Anlage leiser laufen und wirkt dabei voller, was im Garten doppelt zählt: Weniger Pegel bedeutet auch weniger Schall über die Grundstücksgrenze. Hinzu kommt ein Unterschied im Wirkungsgrad: Der Subwoofer erreicht 90 Dezibel bei 2,83 Volt auf einen Meter und liegt damit drei Dezibel über den Satelliten. Bei der Einmessung ist das zu berücksichtigen, damit der Bass die Mitten nicht zudeckt, sondern sie trägt.
Der Einbau verlangt eine Grube, und die Standortwahl entscheidet über die Lebensdauer. Der Subwoofer gehört an eine Stelle, an der sich kein Wasser staut. Eine Senke, in der nach starkem Regen eine Pfütze steht, ist der falsche Platz, auch wenn das Gehäuse versiegelt ist. Das Bett unter dem Gehäuse soll frei von Hohlräumen und von größeren Steinen sein, damit der Korpus gleichmäßig aufliegt und sich nicht mit der Zeit schräg setzt. Nach dem Einsetzen wird die Tiefe so justiert, dass die Haube nach dem Verfüllen über dem fertigen Boden steht. Sie ist der Teil, über den der Schall austritt, und darf nicht mit Erde oder Rindenmulch zugedeckt werden. Mit 19 Kilogramm ist das Gehäuse kein Teil, das allein aus der Grube gehoben wird; es lohnt sich, den Anschluss vorzubereiten, bevor es eingesetzt wird. Die Zuleitung läuft in einem eigenen Graben zum ersten Lautsprecher der Kette. Bei hohem Grundwasserstand oder verdichtetem Lehmboden lohnt sich ein Blick auf die Entwässerung der Grube, bevor die Position endgültig festgelegt wird. Die Haube darf später nicht mit Erde, Rindenmulch oder Belag bedeckt werden, auch nicht teilweise, denn über sie tritt der Schall aus.
Der Subwoofer wird nicht separat angesteuert, sondern in die durchlaufende Lautsprecherkette eingeschleift. Dank der beiden Schwingspulen mit je 8 Ohm nimmt er dort beide Kanäle ab und kann an beliebiger Stelle der Kette sitzen. Das vereinfacht die Trassenplanung erheblich, weil er nicht zwingend in die Nähe des Verstärkers oder in die Mitte der Anlage muss. Er kann dorthin, wo sich die Grube am einfachsten ausheben lässt. Dass beide Kanäle auf einem Treiber zusammenlaufen, ist akustisch unkritisch: Tiefe Töne unterhalb der Trennfrequenz lassen sich vom Ohr kaum einer Richtung zuordnen, eine getrennte Wiedergabe nach links und rechts brächte dort keinen hörbaren Gewinn. Für die Auslegung gilt die Regel, dass nach jeweils vier bis fünf Satelliten ein Subwoofer in die Kette gehört; acht Satelliten und ein Subwoofer versorgen zusammen rund 325 Quadratmeter. Reicht das nicht, ist der Ausbau auf sechzehn Lautsprecher und zwei Subwoofer vorgesehen. Ein Abbau im Winter entfällt, die Schutzart IP66 gilt ganzjährig. Wer einen späteren Ausbau für möglich hält, führt die Leitungstrasse von Anfang an an einer zweiten geeigneten Stelle vorbei; das erspart ein weiteres Aufgraben des gewachsenen Gartens.