Sonance IS-ENCL-L

Das IS-ENCL-L ist die große der drei Baugrößen und gehört zum IS10, dem Spitzenmodell der unsichtbaren Reihe mit einem Rahmenmaß von 409 mal 728 Millimetern. Das Gehäuse misst 359 mal 678 mal 86 Millimeter und wird hinten an die Schallwand geschraubt, bevor der Lautsprecher in die offene Konstruktion kommt. Nach Angabe des Herstellers mindert es die Schallübertragung in angrenzende Räume breitbandig um 20 Dezibel. Dafür arbeiten im Korpus aus MDF und Aluminium eine schwingungsdämpfende Membran und asymmetrisch gesetzte Absorber. Angebaut erhöht es die Einbautiefe auf 86 Millimeter; ohne Gehäuse genügen rund 68 Millimeter. Gerade beim größten Modell lohnt das Lautsprecher-Einbaugehäuse, weil eine große Fläche viel Energie bewegt und davon auch nach hinten abgibt. Gebraucht wird es dort, wo hinter der Wand oder unter der Decke gewohnt, geschlafen oder gearbeitet wird. Für den IS6T, den IS8T und den IS15W ist es nicht vorgesehen, weil diese Modelle ein Gehäuse mitbringen.
| Bauart | Schalldämmgehäuse für unsichtbare Lautsprecher (Sound Isolating Enclosure) |
|---|---|
| Einbautiefe | 86 mm mit angebautem Gehäuse (Lautsprecher allein ca. 68 mm) |
| Abmessungen | 359 × 678 × 86 mm (B × H × T) |
| Gewicht | 2,9 kg |
| Besonderheiten | Für Sonance IS10; nach Herstellerangabe 20 dB breitbandige Minderung der Schallübertragung; Korpus aus MDF und Aluminium mit schwingungsdämpfender Membran und asymmetrischen Absorbern; Gummidichtung zum Lautsprecher, luftdichte Kabeldurchführung mit Mutter, Befestigung mit beiliegenden Schrauben in der Nut der Rückseite; nicht erforderlich für IS6T, IS8T und IS15W (Gehäuse eingebaut); Messung der Reihe mit IS8 und mittlerer Baugröße: STC 30; Rohbau-Platzhalter (Preconstruction Brackets) für Wandplatten 12,5 und 16 mm erhältlich |
Der IS10 ist das größte Vollbereichsmodell der unsichtbaren Reihe: ein Zehnzöller auf einer großen Membranfläche, ausgelegt für Räume, in denen wirklich Pegel gefordert ist. Was nach vorn geht, geht in ähnlichem Maß auch nach hinten, und je größer die bewegte Fläche ist, desto mehr Energie landet im Hohlraum des Bauteils. Genau dort setzt das IS-ENCL-L an. Es ist das große Lautsprecher-Einbaugehäuse der Reihe und schließt die Rückseite des IS10 vollständig ab. Der Hersteller gibt für seine Gehäuse eine breitbandige Minderung der Schallübertragung von 20 Dezibel an. Gefertigt ist der Korpus aus MDF und Aluminium; innen arbeiten eine schwingungsdämpfende Membran und Absorber, die bewusst asymmetrisch angeordnet sind, damit sich stehende Wellen nicht aufschaukeln. Der Hersteller beschreibt diese Bauweise als Technik aus hochwertigen HiFi-Lautsprechern. Für die Reihe liegt außerdem eine Messung vor, die mit dem IS8 und der mittleren Baugröße die Schalldämmklasse STC 30 ergab. Geliefert wird je Lautsprecher ein Gehäuse, die Schrauben für die Befestigung liegen bei. Ohne diesen Abschluss arbeitet auch das Spitzenmodell nach hinten in eine offene Wand.
Das große Gehäuse misst 359 mal 678 mal 86 Millimeter, wiegt 2,9 Kilogramm und bleibt innerhalb des Lautsprecherfelds von 409 mal 728 Millimetern. Eine größere Öffnung in der Wand oder Decke braucht es also nicht; was es braucht, ist Tiefe. Mit angebautem Gehäuse nennt der Hersteller für alle Modelle der Reihe 86 Millimeter Einbautiefe, gegenüber rund 68 Millimetern beim Lautsprecher allein. Ein Profil von 75 Millimetern samt Beplankung reicht dafür aus, eine dünne Aufdopplung dagegen nicht. Die lange Kante von 678 Millimetern überspannt die gebräuchlichen Ständerachsen von 400, 500 und 625 Millimetern und verlangt eine Auswechslung, die tragen muss. Die Last aus Lautsprecher und Gehäuse gehört in dieses Ständerwerk oder in das Traggerippe und nicht in die Beplankung. Bei Deckeneinbau hängt die Masse über Kopf, weshalb die Abhängung entsprechend auszulegen und gegen Durchbiegen zu sichern ist. Halten Sie außerdem Arbeitsraum frei, damit sich ein Feld dieser Größe überhaupt in die Öffnung führen lässt. Für die Rohbauphase führt der Hersteller Platzhalter, die die Stelle besetzen, bis der Lautsprecher kommt; es gibt sie für Wandplatten von 12,5 und 16 Millimetern. Halten Sie die Auswechslung als bemaßtes Detail fest, damit der Trockenbau nicht improvisieren muss.
Montiert wird das Gehäuse am Lautsprecher, bevor dieser in die Konstruktion geht, und zwar auf einer ebenen Fläche. Zuerst läuft das Lautsprecherkabel durch die luftdichte Durchführung; deren Mutter lässt sich dafür lösen, damit das Kabel leicht hindurchgeht. Dann wird das Gehäuse in die Nut auf der Rückseite der Schallwand gesetzt und mit den beiliegenden Schrauben befestigt. Angezogen wird über Kreuz und diagonal, mit gleichmäßigem und ausdrücklich geringem Drehmoment. Dabei muss die Gummidichtung rundum unter der Kante des Gehäuses bleiben, denn sie macht die Verbindung dicht. Ein zu festes Anziehen ist der häufigste Fehler, weil es die Dichtung verformt statt sie zu schließen. Zuletzt wird die Mutter der Kabeldurchführung verschlossen, womit die letzte Öffnung dicht ist und das Kabel gehalten wird. Danach folgen Anschluss und Funktionsprüfung, und erst dann wird gespachtelt. Fehlende Schrauben sind beim technischen Dienst des Herstellers anzufragen. Bei einem Feld dieser Größe lohnt es sich, den Zusammenbau mit zwei Personen zu planen, weil Lautsprecher und Gehäuse zusammen sperrig werden. Prüfen Sie nach dem Zusammenbau die Fuge rundum: Sie gehört gleichmäßig geschlossen, ohne sichtbaren Spalt.
Die Frage entscheidet sich an der Rückseite des Bauteils, nicht am Anspruch im Raum. Der IS10 sitzt meist dort, wo große Flächen zu beschallen sind: im offenen Wohnbereich, im Medienraum, als unsichtbare Front vor einer Leinwandwand. Liegt hinter dieser Wand ein Schlafzimmer, ein Kinderzimmer oder eine andere Wohnung, gehört das Gehäuse zur Position. Dasselbe gilt für die Decke, unter der oft genutzte Räume liegen. Verzichten lässt sich darauf an Außenwänden, zu Abstellräumen hin und über Dachräumen ohne Nutzung. Beim IS6T, beim IS8T und beim IS15W erübrigt sich die Position, denn diese drei bringen ihr Gehäuse mit. Die übrige Zuordnung ist festgelegt: klein zum IS6, mittel zum IS8 und zum IS10W, groß zum IS10. Bei einer unsichtbaren Front aus drei Lautsprechern fallen entsprechend drei Gehäuse an, was früh in die Planung gehört. Den Bezug übernimmt die mediacraft AG, die zur Baugröße, zum Wandaufbau und zur Reihenfolge am Bau berät. So bleibt die Trennung zwischen den Räumen erhalten, obwohl in der Wand ein großes Chassis arbeitet. Für die Rohbauphase gilt dasselbe wie bei den kleineren Größen: Platzhalter halten die Stelle, bis der Lautsprecher kommt.