Sonance E1

Der E1 ist der schlichte unter den Sonance-Emittern. Er wird mittig auf das IR-Sensorfenster des zu steuernden Geräts geklebt, gibt dort die Befehle des Verteilers aus und verzichtet dabei auf jede sichtbare Anzeige – im Gegensatz zur Ausführung VE1, die jede Übertragung durch rotes Blinken quittiert. Angeschlossen wird er über einen 3,5-Millimeter-Mono-Klinkenstecker, befestigt wird er über eine Klebeschicht. Der E1 ist die Einzelversion, der E2 trägt zwei Köpfe an einem Kabel für zwei dicht beieinanderstehende Geräte. Am Sonance-Verteiler CB1 lassen sich bis zu acht Emitter betreiben, und zwar in beliebiger Kombination aus E1, VE1, E2 und VE2 – die Entscheidung für oder gegen eine Leuchtanzeige fällt also je Gerät und nicht für die gesamte Anlage. Sonance beschreibt den E1 in den Unterlagen zu den Emittern und zum Verteiler als eine der vier Bauformen; Kabellänge und Abmessungen sind für ein konkretes Projekt vorab beim Fachhandel zu erfragen.
| Bauart | IR-Emitter zum Aufkleben, ohne sichtbare Leuchtanzeige |
|---|---|
| Besonderheiten | Anschluss über 3,5-mm-Mono-Klinkenstecker; Befestigung über Klebeschicht, mittig auf dem IR-Sensorfenster des gesteuerten Geräts; Einzel-Emitter, Doppelversion E2; am Sonance-Verteiler CB1 bis zu acht Emitter in beliebiger Kombination aus E1, VE1, E2 und VE2; kein eigenes Herstellerdatenblatt, Angaben zu Kabellänge und Abmessungen liegen nicht vor |
Der E1 tut genau eine Sache: Er sitzt am Ende einer Infrarotstrecke und gibt dort die Befehle aus, die der Verteiler an ihn weiterreicht. Anders als die Ausführung mit Leuchtanzeige gibt er dabei kein sichtbares Licht ab – er arbeitet ausschließlich im unsichtbaren Bereich. Für die Funktion ist das ohne Belang, für die Wahrnehmung im Raum nicht. Ein Emitter mit roter Anzeige ist im Technikschrank ein Werkzeug, im Wohnraum aber ein zusätzlicher Lichtpunkt, der bei jedem Befehl aufleuchtet. In einem abgedunkelten Heimkino, in einem Schlafzimmer oder an einem Gerät hinter einer Glastür ist das störend genug, um bemerkt zu werden. Angeschlossen wird der E1 über einen 3,5-Millimeter-Mono-Klinkenstecker, befestigt über eine Klebeschicht auf der Unterseite. Die Zuordnung ist dabei streng: ein Emitter je gesteuertem Gerät. Zwei Geräte teilen sich keinen Emitter, auch wenn sie nebeneinanderstehen – dafür gibt es die Doppelversion E2 mit zwei Köpfen an einem Kabel. Sie spart am Verteiler einen Ausgang und ist bei eng gestapelten Geräten die aufgeräumtere Lösung, verlangt aber, dass beide Fenster tatsächlich dicht beieinanderliegen.
Am Sonance-Verteiler CB1 lassen sich bis zu acht Emitter betreiben, und zwar in beliebiger Kombination aus E1, VE1, E2 und VE2. Diese Freiheit ist der eigentlich planungsrelevante Punkt, denn sie erlaubt eine Entscheidung je Gerät statt einer Festlegung für die gesamte Anlage. In der Praxis führt das zu einer naheliegenden Aufteilung: An Geräten, die im geschlossenen Schrank oder in einem Nebenraum stehen und im Störungsfall schwer erreichbar sind, sitzt die Ausführung mit Leuchtanzeige, weil sie eine Ferndiagnose ermöglicht. An allem, was im Blickfeld des Nutzers steht, sitzt der E1. Für die Auslegung gilt es, zwei Zahlen früh festzuhalten: die Anzahl der zu steuernden Geräte und damit die Anzahl der benötigten Emitterausgänge. Werden mehr als acht Geräte gesteuert, reicht ein Verteiler nicht mehr aus, und die Struktur der Anlage ändert sich – ein Punkt, der besser in der Planung auffällt als bei der Inbetriebnahme, wenn die Leitungen bereits liegen. In größeren Anlagen empfiehlt es sich deshalb, die Emitterbelegung von Anfang an tabellarisch zu führen und freie Ausgänge auszuweisen, statt sie am Gerät abzuzählen.
Die Entscheidung zwischen den beiden Bauformen ist keine Frage der Qualität, sondern des Ortes. Für den E1 sprechen alle Situationen, in denen ein Lichtpunkt stört oder auffällt: das Heimkino, in dem jedes Leuchten im Raum wahrgenommen wird; das Schlafzimmer; ein Rack mit Glasfront, hinter der jedes Blinken sichtbar bleibt; ein hochwertiges Möbel, bei dem der Emitter ohnehin schon ein Zugeständnis ist. Dem steht ein Nachteil gegenüber, den man kennen muss: Ohne Leuchtanzeige entfällt die schnelle optische Kontrolle. Bei der Inbetriebnahme ist deshalb jeder Befehl tatsächlich am Gerät zu prüfen, statt sich auf ein Blinken zu verlassen, und im Störungsfall ist die Kette Schritt für Schritt zu durchlaufen. Ein einfaches Hilfsmittel aus der Praxis lindert das: Die Kamera eines Mobiltelefons stellt Infrarotlicht in vielen Fällen als helles Flackern dar, sodass sich auch ein unsichtbarer Emitter ohne Messgerät prüfen lässt. Diese Prüfung gehört in die Übergabe. Sinnvoll ist zudem, dem Nutzer diesen Handgriff einmal zu zeigen: Wer selbst feststellen kann, ob der Emitter arbeitet, meldet eine Störung präziser und erspart beiden Seiten eine Anfahrt ins Blaue.
Eine Infrarotstrecke besteht aus drei Abschnitten: dem Empfänger, der den Befehl aufnimmt, der Verkabelung zum Verteiler und dem Emitter am Zielgerät. Der E1 ist das letzte Glied, und er ist zugleich das Glied, das am häufigsten angefasst wird – nämlich immer dann, wenn ein Gerät ausgetauscht wird. Für die Planung folgt daraus, im Geräteschrank etwas Kabelreserve vorzusehen, damit ein neues Gerät nicht am zu kurzen Emitterkabel scheitert, und die Emitterausgänge des Verteilers dauerhaft zu beschriften. Zu bedenken ist außerdem, dass ein einmal abgezogener Emitter nicht mehr zuverlässig klebt; bei einem Gerätetausch gehört ein neuer dazu. In den Unterlagen zu den Emittern und zum Verteiler ist der E1 als eine der vier Bauformen beschrieben; Kabellänge und Abmessungen holen Sie für ein konkretes Projekt über den Fachhandel ein, bevor Geräteorte festgelegt werden. mediacraft liefert den Sonance E1 an Fachhandel, Installationsbetriebe, Planer und Architekten und unterstützt bei der Auslegung der Strecke und der Aufteilung der Emitter über die Räume. Auch die Frage, an welchen Geräten die Ausführung mit sichtbarer Leuchtanzeige die bessere Wahl ist, lässt sich auf diesem Weg im Vorfeld klären, statt die Entscheidung erst nach dem Einbau zu bereuen.