Russound XTS7

Der XTS7 ist das größte Bedienelement der Russound-Wandserie: ein Touchscreen mit sieben Zoll Diagonale, der fest in die Wand eingebaut wird und ein Multiroom-System steuert. Er löst mit 800 × 1280 Bildpunkten auf und stellt 16,7 Millionen Farben dar, sodass Titel, Interpret, Album und Cover kompatibler Quellen lesbar und in Farbe erscheinen. Als Rechenkern arbeitet ein Vierkernprozessor vom Typ Cortex A53 unter Android; 16 Gigabyte interner Speicher stehen zur Verfügung, davon 11,4 Gigabyte nutzbar, erweiterbar über einen microSD-Steckplatz für Karten bis 256 Gigabyte. Die Russound App ist vorinstalliert, weitere Anwendungen lassen sich aus dem Google Play Store nachladen. Versorgt wird das Gerät wahlweise über PoE nach 802.3af oder über 12 Volt Gleichspannung bei 1 Ampere; die Netzwerkanbindung erfolgt kabelgebunden oder über WLAN nach 802.11 b/g/n im 2,4-Gigahertz-Band. Mit 17,55 × 11,51 × 1,65 Zentimetern und 0,55 Kilogramm ist er für die Montage in einer US-Dose oder einer 60-Millimeter-Eurodose ausgelegt.
| Bauart | Wandeinbau-Touchscreen mit Android-Betriebssystem für Russound-Multiroom-Systeme |
|---|---|
| Abmessungen | 17,55 × 11,51 × 1,65 cm |
| Gewicht | 0,55 kg |
| Besonderheiten | 7-Zoll-Display mit 800 × 1280 Pixeln und 16,7 Mio. Farben; Quad-Core-64-Bit-Prozessor Cortex A53; 16 GB intern (11,4 GB nutzbar), microSD bis 256 GB; PoE nach 802.3af oder 12 V DC / 1 A; Ethernet oder WLAN 802.11 b/g/n (2,4 GHz); Einbau in 1- oder 2-Gang-US-Dose oder 60-mm-Eurodose, Hoch- und Querformat; Russound App vorinstalliert, Play-Store-Apps nachinstallierbar; Anzeige von Titel, Interpret, Album und Cover |
Der XTS7 bringt sieben Zoll Bilddiagonale an die Wand und löst dabei mit 800 × 1280 Bildpunkten auf. Diese Auflösung ist der Grund, warum das Gerät mehr kann als Lautstärke und Quellenwahl: Auf der Fläche lassen sich Titel, Interpret, Album und das Coverbild kompatibler Quellen gleichzeitig darstellen, in 16,7 Millionen Farben und damit ohne sichtbare Abstufungen im Bild. Für den Nutzer verändert das die Bedienung grundlegend. An einem Tastenfeld wählt man Quellen und Favoriten blind; an einem Bildschirm dieser Größe sieht man, was läuft, und wählt aus einer Liste. Als Rechenkern arbeitet ein Vierkernprozessor vom Typ Cortex A53 in 64-Bit-Architektur unter Android. Das ist für ein Wandbedienelement bewusst großzügig ausgelegt, denn der Bildschirm soll auch nach Jahren noch ohne Verzögerung auf eine Berührung reagieren – ein träges Bedienelement wird im Alltag umgangen, und dann steht ein fest eingebautes Gerät nutzlos in der Wand. 16 Gigabyte interner Speicher, davon 11,4 Gigabyte nutzbar, nehmen die vorinstallierte Russound App und weitere Anwendungen aus dem Google Play Store auf; ein microSD-Steckplatz für Karten bis 256 Gigabyte steht zusätzlich bereit. Für die Projektierung heißt das, dass der Bildschirm nicht allein auf die Steuerung der Audioanlage festgelegt ist.
Für die Versorgung gibt es zwei Wege, und die Entscheidung fällt in der Elektroplanung, nicht bei der Montage. Der erste Weg ist PoE nach 802.3af: Strom und Daten laufen über dasselbe Netzwerkkabel, ein zweiter Anschluss an eine Spannungsversorgung entfällt vollständig. Voraussetzung ist ein Switch, der diese Leistung bereitstellt, oder ein Einspeiser im Verteiler. Der zweite Weg ist eine getrennte Versorgung mit 12 Volt Gleichspannung bei 1 Ampere, die dann bis zur Einbaudose geführt werden muss. Für die Netzwerkanbindung selbst stehen ebenfalls zwei Wege offen: kabelgebundenes Ethernet oder WLAN nach 802.11 b/g/n im 2,4-Gigahertz-Band. In der Praxis ist die kabelgebundene Variante die empfehlenswerte, und zwar nicht wegen der Geschwindigkeit, sondern wegen der Zuverlässigkeit: Ein fest eingebautes Bedienelement soll auch dann reagieren, wenn im Haus gerade viele Geräte funken. Wer WLAN vorsieht, braucht dennoch eine Zuleitung für die Spannung – der vermeintlich kabellose Einbau spart also keine Leitung, sondern tauscht nur eine gegen eine andere. Eine Netzwerkleitung bis zur Dose ist deshalb in nahezu jedem Fall die bessere Vorbereitung. Sie schadet auch dann nicht, wenn später doch drahtlos betrieben wird.
Der XTS7 misst 17,55 Zentimeter in der Breite, 11,51 Zentimeter in der Höhe und trägt nur 1,65 Zentimeter auf; mit 0,55 Kilogramm bleibt das Gewicht auch für Trockenbauwände unkritisch. Eingebaut wird er in eine 1-Gang- oder 2-Gang-Dose im US-Format oder in eine Eurodose mit 60 Millimetern. Damit ist er einer der wenigen Wandbildschirme, die sich sowohl in eine amerikanisch als auch in eine europäisch vorbereitete Wand setzen lassen – eine Erleichterung im Bestandsbau, wo die vorhandene Dose oft schon feststeht. Montieren lässt sich das Gerät im Hoch- wie im Querformat, was in der Planung mehr Gewicht hat, als es klingt: Das Hochformat fügt sich in eine Reihe von Lichtschaltern ein, das Querformat wirkt an einer freien Wandfläche ruhiger und zeigt Listen mit mehr Zeilen. Diese Entscheidung sollte fallen, bevor die Dose gesetzt wird, denn nachträglich zu drehen bedeutet, den Ausschnitt zu ändern. Ebenfalls vor dem Verputzen festzulegen ist die Einbauhöhe: Ein Touchscreen wird angesehen, nicht ertastet, und gehört deshalb eher auf Augen- als auf Schalterhöhe. In Fluren und an Durchgängen bewährt sich zudem eine Position, an der niemand mit der Schulter dagegenstößt.
Der XTS7 ist kein eigenständiger Zuspieler, sondern das Bedienelement eines Russound-Systems. Belegt ist der Betrieb an den Controllern SMZ8 und SMZ16-PRE, an den Verstärkern MCA-66 und MCA-88 sowie an MBX-AMP und MBX-PRE. Welche Zone der Bildschirm bedient und welche Quellen er anbietet, wird im System hinterlegt, nicht am Gerät verdrahtet – für die Planung heißt das, dass ein Bildschirm nachträglich einer anderen Zone zugeordnet werden kann, ohne die Wand zu öffnen. Für Planer und Architekten sind zwei Punkte früh zu klären: die Zuleitung bis zur Dose samt Entscheidung über PoE und die Ausrichtung im Hoch- oder Querformat. Für Integratoren empfiehlt sich, die Anzahl der Bildschirme bewusst zu begrenzen und in Nebenräumen auf Tastenfelder auszuweichen, weil ein Touchscreen dort selten gebraucht wird, wo man nur ein- und ausschaltet. mediacraft liefert den Russound XTS7 an Fachhandel, Installationsbetriebe, Planer und Architekten und unterstützt bei der Zonenzuordnung, bei der Auswahl zwischen Touchscreen und Tastenfeld sowie bei der Abstimmung mit dem vorhandenen Controller. Ebenso klärt mediacraft im Vorfeld, ob der vorgesehene Switch die Versorgung über das Netzwerkkabel bereitstellt.