Russound D1290

Die Russound D1290 ist die kompakteste Mehrkanalendstufe der D-Serie: Zwölf Kanäle für sechs Zonen auf einer einzigen Höheneinheit bei nur 4,1 Kilogramm Gewicht und 248 Millimetern Bautiefe. Jeder Kanal liefert 45 Watt an 8 Ohm und 90 Watt an 4 Ohm, im Brückenbetrieb stehen 180 Watt an einer Last bereit – der höchste Wert der Serie. Anders als die übrigen D-Modelle bringt sie zwei Bus-Eingänge, je Zone einen eigenen Line-Eingang, eine Eingangswahl und einen Pegelregler mit. Trigger-Ein- und -Ausgänge ergänzen die Einschaltlogik. Die Serie steht seit Jahren für Zuverlässigkeit und Langlebigkeit und bildet in professionellen Audioinstallationen weltweit die Verstärkerebene. Für Endkunden, Planer, Architekten und den Fachhandel ist die D1290 die Lösung für enge Verteiler mit vielen Zonen. Damit eignet sie sich auch für flache Wandverteiler ohne eigenen Technikraum. Zwölf Kanäle versorgen sechs Zonen aus einem Gerät. Ein Schalter legt Stereo- oder Brückenbetrieb fest.
| Bauart | Zwölfkanal-Endstufe, 1 HE; Anschlüsse laut Hersteller: 2 Bus-Eingänge, 1 Zonen-Line-Eingang je Zone, Pegelregler je Zone, Zonen-Eingangswahl, Audiofilter-Schalter, Stereo/Brückenschalter, Lautsprecherklemmen, Einschaltmodus-Schalter, 12-V-Trigger Ein/Aus |
|---|---|
| Frequenzgang | 20 Hz – 20 kHz (±3 dB bei 1 W an 4 oder 8 Ω, Full-Range-Modus) |
| Belastbarkeit | 12 × 45 W an 8 Ω · 12 × 90 W an 4 Ω · 180 W mono gebrückt |
| Impedanz | 8 Ω / 4 Ω |
| Abmessungen | 435 × 44 × 248 mm (1 HE) |
| Gewicht | 4,1 kg |
| Besonderheiten | Zwölf Kanäle für sechs Zonen auf nur 1 HE bei 248 mm Bautiefe – geeignet für flache Wandverteiler; Trigger-Ein- und -Ausgang; Brückenbetrieb mit 180 W (höchster Wert der Serie) |
Die D1290 bringt zwölf Endstufenkanäle in ein Gehäuse von 435 Millimetern Breite, 44 Millimetern Höhe und 248 Millimetern Tiefe bei 4,1 Kilogramm Gewicht. Das ist eine einzelne Höheneinheit für sechs Stereozonen – eine Packungsdichte, die in dieser Klasse ungewöhnlich ist und die Endstufe für Verteiler qualifiziert, in denen jeder Zentimeter zählt. Die geringe Bautiefe von 248 Millimetern kommt hinzu: Sie erlaubt den Einbau auch in flachen Wandverteilern, die für volle Rackgeräte zu knapp bemessen wären. Sechs Stereozonen ergeben sich aus je einem Kanalpaar; wo eine einzelne Position mehr Pegel verlangt, lassen sich zwei Kanäle brücken, wodurch die Zahl der Zonen entsprechend sinkt. Für Planer ist die D1290 damit die naheliegende Wahl, wenn viele Zonen zu versorgen sind, im Verteiler aber weder Höhe noch Tiefe für ein größeres Gerät zur Verfügung stehen. Für Endkunden bleibt das Gerät dabei vollständig unsichtbar: Es sitzt im Verteiler und tut seine Arbeit, ohne dass es je bedient werden müsste. Zu bedenken ist lediglich, dass die kompakte Bauform bei der Belüftung Aufmerksamkeit verlangt: In einem geschlossenen Wandverteiler sollte für Luftzirkulation gesorgt sein, damit die Abwärme abgeführt werden kann.
Anders als die übrigen Modelle der D-Serie ist die D1290 an der Rückseite zonenweise aufgebaut. Zwei Bus-Eingänge nehmen die zentrale Zuspielung auf, und zusätzlich besitzt jede Zone einen eigenen Line-Eingang. Über die Eingangswahl je Zone entscheidet sich, ob dort das Bussignal oder die lokale Quelle wiedergegeben wird – das ist der Grund, aus dem dieses Modell auch in Anlagen brauchbar bleibt, in denen einzelne Räume eine eigene Quelle behalten sollen. Ein Pegelregler je Zone gleicht Unterschiede zwischen den Räumen einmalig aus, sodass ein Bad mit kleinen Deckenlautsprechern und ein Wohnbereich mit größeren Chassis bei gleicher Einstellung der Quelle ähnlich laut spielen. Dazu kommen ein Audiofilter-Schalter, ein Schalter für Stereo- oder Brückenbetrieb und ein Schalter für den Einschaltmodus. Trigger-Ein- und -Ausgang für zwölf Volt ergänzen die Einschaltlogik auf klassischem Weg und erlauben eine gestaffelte Kette, bei der sich Quelle und Endstufe in der richtigen Reihenfolge aktivieren. Für Endkunden bedeutet dieser Aufbau vor allem, dass die Endstufe nach der Inbetriebnahme nie wieder bedient werden muss: Alles, was einzustellen ist, wird einmal am Gerät festgelegt und bleibt dann so.
Für Endkunden bedeutet Multiroom im Alltag vor allem, dass in jedem Raum etwas anderes laufen kann – Musik in der Küche, ein Podcast im Arbeitszimmer, Radio auf der Terrasse – und sich alles über eine App oder ein Wandbedienfeld steuern lässt, ohne dass in jedem Zimmer ein eigenes Gerät steht. Die gesamte Technik sitzt zentral im Verteiler, sichtbar bleiben nur Lautsprecher und Bedienelemente. Für Architekten ist das der entscheidende Punkt, weil die Wohnräume von Geräten frei bleiben und sich die Installation vollständig in Decke oder Wand verlegen lässt. Voraussetzung ist allerdings, dass die Lautsprecherleitungen im Rohbau mitgeplant werden – nachträglich lässt sich eine zentrale Verstärkerlösung nur mit erheblichem Aufwand realisieren. Für Planer beginnt ein Multiroom-Projekt deshalb nicht bei der Geräteauswahl, sondern bei der Frage, welche Räume überhaupt beschallt werden sollen und wo die Zentrale sitzt. Steht das fest, ergibt sich die nötige Kanalzahl fast von selbst, und die Auswahl des Verstärkers wird zur Rechenaufgabe statt zur Ermessensfrage. Die D1290 ist innerhalb dieser Struktur die Leistungsebene, die sich dank ihrer flachen Bauform auch dort unterbringen lässt, wo kein Technikraum vorgesehen wurde. Gerade in Wohnungen und Bestandsobjekten, in denen kein Technikraum vorgesehen ist, entscheidet die Bautiefe des Verstärkers darüber, ob eine zentrale Lösung überhaupt umsetzbar bleibt.
Die Russound D1290 ist für Multiroom-Installationen gedacht, bei denen sechs Zonen zu versorgen sind und der Platz im Verteiler begrenzt bleibt – typischerweise Wohnungen und Häuser mit Wandverteiler statt Technikraum, aber auch Praxen und Büros mit kompakter Technikzentrale. Die Pegelregler und die Eingangswahl je Zone machen sie zusätzlich dort interessant, wo einzelne Räume eine eigene Quelle behalten sollen. Für Planer und Integratoren ist die Kombination aus zwölf Kanälen, einer Höheneinheit und 248 Millimetern Bautiefe das entscheidende Argument. Architekten sollten diese Maße sowie eine ausreichende Belüftung berücksichtigen; mit 4,1 Kilogramm bleibt die Montage unkompliziert. In Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG die Russound D1290 als offizieller Vertriebspartner und unterstützt Fachhandel, Installateure, Planer und Architekten bei Zonenplanung, Leistungsauslegung und Systemeinbindung. Wo mehr Leistung je Zone gefragt ist, sind D850 oder D1650 die passendere Wahl.