mediacraft MC FRAMES

MC FRAMES von mediacraft: 24 Einbaurahmen für unsichtbare Lautsprecher von Sonance und Stealth Acoustics – offen fürs Mauerwerk, geschlossen für Beton.
| Bauart | Einbaurahmen für unsichtbare Lautsprecher, 24 Varianten in zwei Bauarten (offener Einputzrahmen für Mauerwerk, geschlossenes Betoneingießgehäuse mit Zusatz D für die Betondecke) |
|---|---|
| Ausschnitt | Wandnische in Breite und Höhe 10–15 mm größer als der Rahmen, Tiefe mindestens Rahmentiefe |
| Besonderheiten | Alle offenen Einbaurahmen werden mit hochwertigem Lautsprecher-Dämmmaterial geliefert; Rückseite der D-Ausführung mit überlappender Multiplex-Platte verschlossen; Front-Holzplatte als Platzhalter in Stärke des Lautsprechers; beiliegende Schienen für unterschiedlich dicke Konstruktionen; Rissbrücke umlaufend, maximal 3 mm Spachtel |
Unsichtbare Lautsprecher sitzen im Normalfall in einer Trockenbauwand. Dort gibt es ein Ständerwerk, an dem sich befestigen lässt, und einen Hohlraum, in dem das Gehäuse Platz findet; ein Rahmen wird dafür nicht gebraucht. Anders liegt der Fall bei massivem Mauerwerk und bei Betondecken – hier schafft erst ein Einbaurahmen die Aufnahme, in die der Lautsprecher später bündig eingesetzt wird. Genau diese Lücke schließen die MC FRAMES, und zwar in zwei Bauarten. Der offene Einputzrahmen ist für die Steinwand gedacht: Er wird in eine vorbereitete Nische gesetzt, flächenbündig zur späteren Fertigwand ausgerichtet und mit eingeputzt. Alle offenen Einbaurahmen werden mit hochwertigem Lautsprecher-Dämmmaterial geliefert. Der geschlossene Einbaurahmen trägt den Zusatz D im Namen und ist das Betoneingießgehäuse für die Betondecke. Seine Rückseite ist mit einer überlappenden Multiplex-Platte geschlossen: Sie lässt den Beton umfließen und verhindert, dass die Konstruktion aus der Decke absackt. Beide Bauarten tragen an der Front eine Holzplatte, die als Platzhalter für den Lautsprecher dient; ihre Stärke entspricht der Stärke des Lautsprechers und ist die Bezugsgröße für alle weiteren Bauschritte.
Zwölf Varianten sind auf die Sonance IS-Serie abgestimmt. Für den IS 6 sind es MC FRAME 6 und MC FRAME 6 D, für IS 8 und IS 8T die Rahmen MC FRAME 8 und MC FRAME 8 D, für den IS 10 die Rahmen MC FRAME 10 und MC FRAME 10 D. Der IS 10 W wird von MC FRAME 10 W und MC FRAME 10 W D aufgenommen, der IS 10-2 W von MC FRAME 10-2 W und MC FRAME 10-2 W D, der IS 15 W von MC FRAME 15 W und MC FRAME 15 W D. Die zweite Hälfte gehört zu Stealth Acoustics: MC FRAME 12 und MC FRAME 12 D für den ST LR6, MC FRAME 22 und MC FRAME 22 D für ST LR8, ST SLR8 und ST LRX83, MC FRAME 32 und MC FRAME 32 D für den ST LR3, MC FRAME 64 und MC FRAME 64 D für den ST B30, MC FRAME 116 und MC FRAME 116 D für den ST LRAD 116 sowie MC FRAME 430 und MC FRAME 430 D für den ST LRAD 430. In jedem Paar steht die Bezeichnung ohne Zusatz für das Mauerwerk und die mit angehängtem D für die Betondecke. Die Ziffer im Rahmennamen folgt einer eigenen Systematik und nicht der Modellnummer des Lautsprechers: Der Rahmen 22 gehört zu drei Modellen, in deren Namen keine 22 vorkommt. Verlassen Sie sich bei der Bestellung deshalb auf die Zuordnung und nicht auf die Ähnlichkeit der Bezeichnungen.
Die Wandnische wird in Breite und Höhe 10 bis 15 mm größer hergestellt als der MC FRAME, die Tiefe entspricht mindestens der Rahmentiefe. Der Rahmen wird samt Hilfsplatte flächenbündig zur Fertigwandoberfläche verkeilt und ausgeschäumt; zum Verdübeln wird die Hilfsplatte entfernt, der Spalt zum Mauerwerk anschließend mit Montageschaum verfüllt. Danach wird die Lautsprecherleitung nach Vorgabe des Fachplaners gezogen. Der Hohlraum in Wand oder Decke wird mit Mineralwolle gedämmt; die beiliegenden Schienen erlauben den Einbau in unterschiedlich dicke Konstruktionen. Vor dem Einsetzen des Lautsprechers kommt das beiliegende Dämpfungsmaterial hinein. Beim Einsetzen ist auf die Polarität zu achten, der Lautsprecher wird mit vier Schrauben fixiert und mit Musiksignal geprüft, bevor er mit dem Rahmen verschraubt wird. Zum Schluss wird umlaufend eine Rissbrücke aufgeklebt und bündig überspachtelt – maximal 3 mm Spachtel, und je weniger es sind, desto besser das akustische Ergebnis. Nach dem Glattschleifen folgen Acrylfarbe, leichte Tapete oder Malervlies. Ein Punkt gehört früh ins Bauherrengespräch: Alle Lautsprecher können durch die kraftschlüssige Verbindung mit Wand und Decke ihren Schall auch in benachbarte Räume übertragen. Das ist kein Mangel, sondern eine Folge dieser Bauweise.
mediacraft ist Hersteller der MC FRAMES und führt zugleich die Lautsprecher, für die sie gebaut sind – die Sonance IS-Serie ebenso wie das Programm von Stealth Acoustics. Für die Auswahl genügen deshalb zwei Angaben: das Lautsprechermodell und die Frage, ob es in massives Mauerwerk oder in eine Betondecke geht. Daraus ergibt sich der Rahmen eindeutig. Wichtiger als die Auswahl ist der Zeitpunkt. Der Rahmen wird auf der Baustelle gebraucht, solange der Rohbau offen ist, der Lautsprecher erst, wenn die Oberfläche fertig ist – zwei Positionen für zwei Gewerke, zwischen denen Wochen liegen können. In der Betondecke entscheidet sich die Lage endgültig mit dem Schalen und Gießen; im Mauerwerk lässt sich eine Nische zwar noch versetzen, aber nur, solange nicht verputzt ist. Nehmen Sie die Rahmen deshalb früh in die Elektro- und Rohbauplanung auf, damit Leerrohre und Zuleitungen an der richtigen Stelle enden und nichts nachträglich gestemmt werden muss. Bei gemischten Objekten kommen beide Bauarten in einem Projekt nebeneinander vor; mediacraft stellt die Positionsliste dazu zusammen und klärt offene Punkte vor dem Rohbau statt danach.