Integra 8500 DSP

Der Integra 8500 DSP ist das Spitzenmodell der Integra Professional Amplifier Serie: Acht Kanäle liefern jeweils 500 Watt an 4 Ohm und 250 Watt an 8 Ohm. Werden je zwei Kanäle gebrückt, stehen viermal 1.000 Watt an jeweils einer Last bereit. Im Hi-Z-Betrieb speist der Verstärker vier 70- oder 100-Volt-Linien mit jeweils bis zu 1.000 Watt und versorgt damit sehr große Objekte aus einem einzigen Gerät. Damit ersetzt er Konstellationen, für die bislang mehrere Endstufen nötig waren. Eingerichtet wird alles über eine Online-Bedienoberfläche im Browser, erreichbar per LAN oder integriertem WLAN; ab Werk hinterlegte Klipsch-Lautsprecherpresets verkürzen die Inbetriebnahme spürbar. Optional lässt sich ein Zonencontroller ergänzen. Für Endkunden, Planer, Architekten und den Fachhandel ist der 8500 DSP die Lösung für große Anlagen mit hohem Leistungsbedarf, bei denen bislang mehrere Endstufen nebeneinander im Rack standen und Platz sowie Verkabelung entsprechend aufwendig waren.
| Bauart | 8-Kanal Installationsverstärker mit DSP und Brückenbetrieb, hybride Lo-Z/Hi-Z-Leistungsverteilung, Integra Professional Amplifier Serie |
|---|---|
| Frequenzgang | 20 Hz – 20 kHz (+0 / –0,5 dB, an 8 Ω, 3 dB unter Nennleistung) |
| Belastbarkeit | 8 × 500 W an 4 Ω · 8 × 250 W an 8 Ω · 4 × 1.000 W gebrückt (BTL) · 4 × 1.000 W an 70 V / 100 V (BTL) |
| Impedanz | 4 Ω / 8 Ω · 70 V / 100 V (Hi-Z) |
| Abmessungen | 440 × 88 × 414 mm (2 HE) |
| Gewicht | 11,6 kg |
| Besonderheiten | Flaggschiff der Serie; Brückenbetrieb (BTL) mit 4 × 1.000 W; ab Werk hinterlegte Klipsch-Lautsprecherpresets; Einrichtung über Online-Oberfläche im Browser via LAN oder integriertem WLAN (2,4 GHz); optionaler Zonencontroller; 4 × Cinch unsymmetrisch mit automatischer Signalerkennung; digitaler Koaxialeingang mit 24 Bit / 48 kHz und Koaxialausgang; Lautsprecheranschluss über Phoenix-Klemmen; Rack-Montagewinkel im Lieferumfang |
Acht Ausgänge lassen sich einzeln als Zone führen oder paarweise brücken; jede Brücke nimmt zwei Kanäle in Anspruch und reduziert entsprechend die Zahl der getrennt regelbaren Bereiche. Werden je zwei Kanäle gebrückt, entstehen vier Ausgänge mit je 1.000 Watt – etwa für mehrere große Subwoofer oder besonders anspruchsvolle Hauptzonen. Diese Bandbreite deckt Konstellationen ab, für die sonst mehrere getrennte Endstufen mit entsprechendem Platz- und Verkabelungsaufwand nötig wären. Das Gehäuse misst 440 Millimeter in der Breite, 88 Millimeter in der Höhe und 414 Millimeter in der Tiefe bei 11,6 Kilogramm Gewicht und belegt zwei Höheneinheiten; die größere Bautiefe gegenüber dem 4500 DSP ist der höheren Gesamtleistung geschuldet. Für Betreiber bedeutet die Bündelung acht leistungsstarker Kanäle in einem Gerät deutlich weniger Endstufen, Netzanschlüsse und Verkabelung im Rack sowie eine übersichtlichere Anlage im Servicefall.
Vier Hi-Z-Linien bedeuten, dass alle acht Kanäle des Geräts paarweise gebrückt arbeiten müssen. Das ist die typische Konstellation für weitläufige Objekte, die in mehrere große Bereiche gegliedert sind – etwa die Ebenen eines Einkaufszentrums, die Hallen einer Sportstätte oder die Gebäudeteile eines Bildungscampus. Jede dieser Linien trägt eine große Zahl von Lautsprechern über lange Leitungswege, ohne separate Übertrager und ohne nennenswerte Verluste. Alternativ können einzelne oder alle Kanäle niederohmige Lautsprecher antreiben oder paarweise gebrückt werden, sodass sich hochwertige Technik in repräsentativen Bereichen und ELA-Linien im übrigen Objekt aus demselben Verstärker speisen lassen. Auf der Eingangsseite stehen vier unsymmetrische Cinch-Eingänge mit automatischer Signalerkennung bereit – liegt ein Signal an, schaltet der Verstärker selbsttätig zu, was den Betrieb ohne zusätzliche Steuerung ermöglicht. Hinzu kommt ein digitaler Koaxialeingang mit 24-Bit-Wandler bei 48 Kilohertz sowie ein digitaler Koaxialausgang zur Weitergabe an weitere Geräte. Die Lautsprecher werden über steckbare Phoenix-Klemmen angeschlossen, was die Montage im Rack beschleunigt und für sichere, wartungsfreundliche Verbindungen sorgt. Die Rack-Montagewinkel liegen bei, sodass keine zusätzliche Hardware beschafft werden muss. Für Integratoren, die mehrere Objekte nach demselben Muster ausstatten, verkürzt diese durchdachte Anschlussseite die Zeit vor Ort spürbar.
Eingerichtet wird der Verstärker über eine Online-Bedienoberfläche, die im Browser aufgerufen wird – ein Notebook oder Tablet genügt, eine Softwareinstallation entfällt. Die Verbindung erfolgt über den LAN-Anschluss oder das integrierte WLAN im 2,4-Gigahertz-Band, sodass die Inbetriebnahme auch dann gelingt, wenn vor Ort noch keine Netzwerkdose gesetzt ist. Besonders praktisch für Integratoren sind die ab Werk hinterlegten Klipsch-Lautsprecherpresets: Wird ein passendes Modell eingesetzt, sind Entzerrung und Schutzeinstellungen mit wenigen Klicks gesetzt, statt jeden Wert einzeln zu ermitteln. Für die tägliche Bedienung lässt sich optional ein Zonencontroller ergänzen, der eine reduzierte Oberfläche bietet: Das Personal regelt Lautstärke und Quelle, ohne an die Grundkonfiguration zu gelangen – eine Trennung, die im Alltag Fehlbedienungen vermeidet und dem Betreiber Rückfragen erspart. Änderungen an der Konfiguration bleiben dem Integrator vorbehalten und lassen sich später jederzeit im Browser vornehmen, ohne Anfahrt mit Spezialsoftware. Gerade bei acht leistungsstarken Kanälen ist der Lautsprecherschutz zentral – die hinterlegten Profile setzen Entzerrung und Begrenzung passend zum eingesetzten Modell, was Fehleinstellungen vorbeugt und die Inbetriebnahme deutlich beschleunigt.
Der Integra 8500 DSP ist für große Installationen mit vielen leistungsstarken Zonen gedacht: Einkaufszentren, weitläufige Handelsflächen, Sport- und Fitnessanlagen, Veranstaltungsräume, Hotels, Bildungseinrichtungen, Verwaltungsgebäude, Produktionsstätten und Sakralräume. Überall dort, wo acht Bereiche mit hohem Pegelbedarf oder vier ausgedehnte 100-Volt-Linien zu versorgen sind, ersetzt ein einziges Gerät eine ganze Reihe klassischer Endstufen. Für Architekten und Planer bleibt der Platzbedarf mit zwei Höheneinheiten kalkulierbar; wegen der Bautiefe von 414 Millimetern und des Gewichts von 11,6 Kilogramm sollte das Rack entsprechend dimensioniert sein, die Montagewinkel liegen bei. In Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG den Integra 8500 DSP als offizieller Vertriebspartner und unterstützt Fachhandel, Installateure, Planer und Architekten bei Leistungsauslegung, Linienberechnung und Inbetriebnahme – von der Berechnung der Linienlast bis zur Abstimmung der Schutzeinstellungen auf die eingesetzten Lautsprecher.