Produktbrief Textfassung Zurück zum Produkt

AudioControl Hyperion APR-16

AudioControl
Hyperion Serie
AL
1/2
AudioControl Hyperion APR-16

Der AudioControl Hyperion APR-16 ist der Vorverstärker und Prozessor an der Spitze der Hyperion Serie und das Gerät, an dem in einer Anlage alle Fäden zusammenlaufen. Er dekodiert und mischt bis zu sechzehn Kanäle, beherrscht Dolby Atmos, DTS:X und die Raumkorrektur Dirac und gibt das Ergebnis wahlweise über sechzehn Cinch-Ausgänge, sechzehn symmetrische XLR-Ausgänge oder über Dante beziehungsweise AES67 ins Netzwerk aus; die Zuordnung der Kanäle ist dabei frei wählbar. Auf der Bildseite stehen sieben HDMI-Eingänge nach 2.1 mit 48 Gbit/s bereit, die Auflösungen bis 4K bei 120 Hertz oder 8K bei 60 Hertz sowie HDR10+, Dolby Vision, HLG und VRR durchreichen. Die Wandlung übernimmt ein Sabre ES9039QTM bei 24 Bit und 192 Kilohertz; der Übertragungsbereich reicht von 20 Hertz bis 20 Kilohertz mit einer Abweichung von ±0,05 Dezibel. Das Gerät belegt drei Höheneinheiten, wiegt 8,48 Kilogramm und nimmt unter Vollast weniger als 50 Watt auf. Die Raumkorrektur Dirac ist eingebaut, eine Infrarot-Fernbedienung liegt bei.

Technische Daten
BauartImmersive-Sound-Prozessor, bis 16 Kanäle, mit Dirac und Dante/AES67, Hyperion Serie
Frequenzgang20 Hz – 20 kHz (±0,05 dB), auch am analogen Direkteingang über RCA und XLR
Abmessungen45,085 × 43,815 × 13,335 cm ohne Rackwinkel und Füße (3 HE); mit Füßen 15,24 cm hoch
Gewicht8,48 kg
BesonderheitenBis zu 16 Kanäle Dekodierung und Upmixing mit Dolby Atmos, DTS:X und Dirac; Wandler Sabre ES9039QTM, 24 Bit/192 kHz; Eingänge 7 × HDMI, 2 × Stereo-Cinch, 1 × Stereo-XLR, 2 × optisch, 2 × koaxial und Dante/AES67; Ausgänge 16 × Cinch und 16 × XLR frei zuweisbar, 1 × HDMI mit eARC, 1 × optisch und Dante/AES67; HDMI 2.1 mit HDCP 2.3, 48 Gbit/s an allen Anschlüssen, bis 4K/120 Hz oder 8K/60 Hz, HDR10+, Dolby Vision, HLG und VRR; Steuerung über RS-232, 4 × RJ45, IR-Eingang, 5 – 12-V-Trigger, 7-Zoll-Touchscreen an der Front, USB-A und Weboberfläche; IR-Fernbedienung liegt bei
KI-generierter Text
Trotz sorgfältiger Prüfung kann dieses Dokument Fehler enthalten. Maße und technische Daten sind vor Bestellung, Ausschreibung und Ausführung zu prüfen.
AudioControl Hyperion APR-16
AudioControl
Hyperion Serie
AL
2/2
Ausführliche Beschreibung
Sechzehn Kanäle und drei Wege hinaus

Der APR-16 dekodiert und mischt bis zu sechzehn Kanäle. Das umfasst die großen Anordnungen des Heimkinos ebenso wie Anlagen, die mehrere Tieftonwege oder eine zweite Deckenebene führen. Verarbeitet werden Dolby Atmos und DTS:X, dazu ein Upmixing, das auch Material mit weniger Kanälen auf die vorhandenen Lautsprecher verteilt. Entscheidend für die Planung ist, wie das Ergebnis das Gerät verlässt: Es stehen sechzehn unsymmetrische Cinch-Ausgänge und sechzehn symmetrische XLR-Ausgänge bereit, beide frei zuweisbar, sowie Dante beziehungsweise AES67 für den Weg über das Netzwerk. Hinzu kommen ein optischer Ausgang und der HDMI-Ausgang mit eARC. Damit lässt sich dieselbe Anlage vollständig analog, vollständig über das Netzwerk oder gemischt aufbauen – etwa die Hauptkanäle symmetrisch zu einer Endstufe im selben Rack und die entfernten Kanäle über Dante zu Endstufen an anderer Stelle im Gebäude. Auf der Eingangsseite nimmt das Gerät neben den HDMI-Quellen zwei Stereopaare über Cinch, ein Stereopaar über XLR, zwei optische und zwei koaxiale Digitalquellen sowie Dante entgegen. Frei zuweisbar heißt dabei, dass die Zuordnung in der Einrichtung geschieht: Welcher Ausgang welchen Kanal führt, entscheidet die Konfiguration und nicht die Bestückung des Geräts.

Die Bildseite: sieben Eingänge nach HDMI 2.1

Ein Prozessor dieser Klasse ist zugleich die Bildzentrale der Anlage, und der APR-16 ist dafür auf dem aktuellen Stand ausgelegt. Sieben HDMI-Eingänge stehen bereit, alle nach HDMI 2.1 mit HDCP 2.3 und 48 Gbit/s an jedem einzelnen Anschluss – ein Punkt, der in Datenblättern gern verschwiegen wird, weil die volle Bandbreite häufig nur an einem Teil der Anschlüsse anliegt. Durchgereicht werden Auflösungen bis 4K bei 120 Hertz oder 8K bei 60 Hertz sowie die Bildverfahren HDR10+, Dolby Vision, HLG und die variable Bildwiederholrate VRR. Für Spielkonsolen ist der letzte Punkt maßgeblich, weil ohne VRR eine Kette entsteht, in der die Konsole ihre Bildrate nicht mehr frei wählen kann. Der Ausgang führt das Bild zum Projektor oder Fernseher und trägt zugleich ARC beziehungsweise eARC, sodass der Ton eines Fernsehers denselben Weg zurücknimmt. Sieben Eingänge genügen in aller Regel auch für gewachsene Anlagen, in denen Zuspieler, Konsolen, ein Empfänger und ein Rechner nebeneinander bestehen. Die volle Bandbreite liegt dabei an jedem einzelnen Anschluss an und nicht nur an einem Teil von ihnen. Umgeschaltet wird am Prozessor, sodass zum Anzeigegerät eine einzige Leitung führt.

Dirac, der Wandler und die Messwerte

Die Raumkorrektur Dirac ist im APR-16 eingebaut und nicht als Zubehör gedacht. Sie misst das Verhalten des Raums an der Hörposition und gleicht aus, was Wände, Decke und Einrichtung dem Lautsprecher antun – in den meisten Wohnräumen der größere Hebel als jeder Gerätetausch. Die Wandlung übernimmt ein Sabre ES9039QTM bei 24 Bit und 192 Kilohertz. Die Messwerte sind entsprechend: Der Übertragungsbereich reicht von 20 Hertz bis 20 Kilohertz mit einer Abweichung von ±0,05 Dezibel, und zwar auch am analogen Direkteingang über Cinch und XLR. Der Klirrfaktor einschließlich Rauschen liegt unter 0,0002 Prozent, der Störabstand bei unter −122 dBr bezogen auf 4,2 Vrms beziehungsweise unter −129 dBr bezogen auf 10 Vrms, jeweils A-bewertet über den gesamten Übertragungsbereich. Die Ausgänge liefern maximal 10 Vrms entsprechend +22 dBu symmetrisch über XLR und 4 Vrms entsprechend +14,2 dBu unsymmetrisch über Cinch. Die Eingangsimpedanz beträgt mehr als 10 Kiloohm über Cinch und mehr als 2,4 Kiloohm über XLR. Der maximale Eingangspegel beträgt 2,1 Vrms über Cinch und 4,2 Vrms über XLR. Die Korrektur wird bei der Inbetriebnahme mit einem Messmikrofon an der Hörposition ermittelt.

Einbau, Steuerung und Bezug über mediacraft

Das Gehäuse misst 45,085 mal 43,815 mal 13,335 Zentimeter ohne Rackwinkel und Füße und belegt damit drei Höheneinheiten; mit Füßen wächst die Höhe auf 15,24 Zentimeter. Das Gewicht beträgt 8,48 Kilogramm, das Netzteil arbeitet an 100 bis 240 Volt, und die Leistungsaufnahme bleibt unter Vollast unter 50 Watt. Bedient wird das Gerät über einen sieben Zoll großen Touchscreen an der Front, über die beiliegende Infrarot-Fernbedienung oder über eine Weboberfläche, über die auch die Firmware aus dem Netz eingespielt wird. Für die Einbindung in eine Haussteuerung stehen eine serielle Schnittstelle nach RS-232, vier RJ45-Anschlüsse für Ethernet, ein Infrarot-Eingang und ein Trigger für 5 bis 12 Volt bereit; ein USB-A-Anschluss dient Wartung und Aktualisierung. Die Endstufen der Hyperion Serie nehmen ihr Signal wahlweise analog oder über Dante an und passen damit unmittelbar an diesen Prozessor. In Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG die Serie als offizieller Vertriebspartner und begleitet Fachhandel, Installationsbetriebe, Planer und Architekten bei der Auslegung. Der Hersteller nennt als zulässigen Bereich eine einphasige Wechselspannung zwischen 108 und 264 Volt bei 50 oder 60 Hertz. Über den Trigger lassen sich Endstufen mitschalten.